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10 Prozent weniger Spenden: Kliniken fehlt Blut

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Von: Konstantin Mennecke

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Ein DRK-Mitarbeiter mit Unterlagen und einer Blutkonserve.
Das DRK bittet um Blutspenden: Kliniken können wieder auf Hochtouren arbeiten - die Zahl der Spenden ist aber um zehn Prozent gesunken. © picture alliance/dpa

Werra-Meißner – Die Versorgungslage mit Blutkonserven ist im Werra-Meißner-Kreis angespannt. Die aktuell schwierige Situation hat einen eigentlich positiven Hintergrund: Die Kliniken können wieder mit Hochdruck arbeiten.

Das teilt Rolf Zarberg, Referent Spenderbindung des DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Das Deutsche Rote Kreuz hatte zu Beginn der Pandemie die Zahl der Blutspenden gezielt gesenkt. „Über die Pandemie hatten wir zu Beginn einen gewollten ,Einbruch’, da im ersten Lockdown die Kliniken ihre Operationen um circa 30 Prozent reduziert hatten und wir entsprechend unsere Termine angepasst hatten“, erklärt der Referent.

Rolf Zarberg
Rolf Zarberg © Andreas Fischer

Im Anschluss war der Zulauf zu den Terminen rund fünf Prozent höher als zuvor. „Zum einen lag das sicher an der geringeren ,Konkurrenz’ anderer Veranstaltungen. Und durch unser Terminreservierungssystem konnten wir Wartezeiten auf den Terminen vermeiden und den Besuch durch weitere Hygienemaßnahmen sehr sicher gestalten, sodass die SpenderInnen in circa 30 bis 40 Minuten fertig waren. Dieses Reservierungssystem behalten wir auch bei“, betont Rolf Zarberg. In der momentanen Situation sei es wichtig, dass die Blutspendetermine wieder intensiv genutzt werden.

„Grundsätzlich haben wir aktuell einen gestiegenen Bedarf in den Kliniken und eine rückläufige Spenderinnen- und Spenderzahl“, sagt Zarberg. Grundsätzlich sei der Zulauf zur Blutspende bis vor drei Wochen um rund fünf Prozent höher gewesen als noch vor der Pandemie. In diesem Tagen gibt es hingegen einen deutlichen Rückgang, sodass man um etwa 10 Prozent weniger Blutspenden habe, als noch vor der Corona-Pandemie. Erklären könne man sich dies durch die erfolgenden Öffnungen vieler Freizeitbereiche, eine andere Erklärung sei „das Infektionsgeschehen nach den Osterferien“, so Zarberg.

Laut Blutspendedienst kann eine Spende bis zu drei Schwerkranken oder -verletzten helfen. Die Blutplättchen sind nur vier Tage haltbar – deshalb brauche es kontinuierliche Spenden.

Blutspende im Werra-Meißner-Kreis: Hier kann jetzt gespendet werden

Möglichkeiten zur Blutspende gibt es bereits am heutigen Mittwoch im Kultur- und Kongresszentrum Bad Sooden-Allendorf (17 bis 20 Uhr) sowie am Montag, 9. Mai, in der Valentin-Traudt-Schule Großalmerode (17 bis 20.30 Uhr) und am Freitag, 13. Mai, im Bürgerhaus in Waldkappel (16 bis 20 Uhr). Termine dazu können direkt im Internet unter terminreservierung.blutspende.de gebucht werden. Aktuell können zur Spende keine Begleitpersonen mitgebracht werden.

Von Konstantin Mennecke

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