Kreis verteilt auf zwei oder drei Standorte

1000 zusätzliche Flüchtlinge: Große Unterkunft in Eschwege geplant

Eschwege. Die 1000 Flüchtlinge, auf die sich der Werra-Meißner-Kreis bis kommenden Sonntag vorbereiten muss, werden voraussichtlich auf zwei oder drei Standorte verteilt. In Eschwege soll dabei eine Großunterkunft entstehen. Das teilte Landrat Stefan Reuß gestern Abend mit. Konkrete Immobilien nannte er nicht.

Die Unterkünfte gelten dann als sogenannte Überlaufeinrichtungen, die dazu dienen, diejenigen Flüchtlinge aufzunehmen, die noch keinen Platz in einer Erstaufnahmeeinrichtung bekommen haben. Werden dort wieder Plätze frei, sollen die Flüchtlinge dorthin umverteilt werden. Wie lange der Kreis den Platz für diese zusätzlichen 1000 Menschen bereithalten muss, lässt sich laut Reuß derzeit noch nicht sagen.

Versorgt werden die Flüchtlinge von der Werraland-Beschäftigungsgesellschaft, der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes übernimmt die Betreuung. Zudem haben laut Reuß mehrere Wohlfahrtsverbände signalisiert, Aufgaben in der Sozialbetreuung zu übernehmen. „Dies sind gute Signale und zeigen unser funktionierendes Netzwerk“, so der Landrat. Problematisch sei weiterhin, dass kaum Feldbetten zur Verfügung stünden.

Mitarbeiter des Werra-Meißner-Kreises hatten gestern mit Hochdruck nach Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge gesucht, der Sonderstab Asyl der Kreisverwaltung hat in mehreren Krisensitzungen getagt. Weil für die Einrichtung von Unterkünften in den nächsten Tagen jede Hilfe gebraucht wird, wurde eine für Samstag geplante Rettungsübung im Bebenroth-Tunnel abgesagt. Reuß hatte die Mitteilung über die zusätzliche Zuweisung am Sonntagmittag erhalten. Der Kreis hat bis kommenden Sonntag, 14 Uhr, Zeit, sich für die Aufnahme von 1000 Menschen bereit zu machen.

Rubriklistenbild: © dpa

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