Sandmalerei zum Abschluss

1200 Besucher beim Festival „Treppen, Keller, Hinterhöfe“

Kunst in all ihren Facetten präsentierte auch das siebte Festival „Treppen, Keller, Hinterhöfe“ am vergangenen Wochenende.
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Kunst in all ihren Facetten präsentierte auch das siebte Festival „Treppen, Keller, Hinterhöfe“ am vergangenen Wochenende.

Stimmungsvoll ging am Sonntagabend das „Treppen, Keller, Hinterhöfe“-Festival (TKH) im Uni-Park in Witzenhausen zu Ende. Die Witzenhäuser Sandmalerin Anne Löper erzählte 150 staunenden Zuschauern mit ihren live erstellten Sandbildern, die sie von ihrem Glastisch aus auf eine Leinwand projizierte, die Geschichte von der Entstehung der Erde und der Menschheit.

Witzenhausen – In kürzester Zeit schuf sie viele biblische Motive, die dann wieder verschwanden, um zu einem neuen Kunstwerk zu werden. Dabei ließ sie zu Beginn auch Fische und Fledertiere durch das Licht huschen, sodass die Sandbilder ein Stück weit lebendig zu werden schienen. Hintergrundgeräusche vervollständigten die Entstehungsgeschichte.

In ihrem Element: Wie von selbst floss der Sand aus den Händen von Sandkünstlerin Anne Löper auf den beleuchteten Glastisch.

Schön anzusehen war, wie sie mit ihren Fingern, der Handkante, Spatel oder Besen den Wüstensand auf der Glasplatte modellierte und viel Details herausarbeitete. So wurden die Verführung Evas im Paradies, der Turmbau zu Babel oder das Abendmahl von Jesus mit seinen Aposteln detailreich nachgestellt. Hier waren selbst die Gesichter gut zu erkennen. Begleitet wurde sie dabei von zarten Tönen des Violinisten Miku Mikulicz, Gitarrist Andres Condon und dessen Ehefrau Navino als Erzählerin und Backgroundmusikerin.

„Durch die harmonisch gespielte Begleitmusik fließt es wie von selbst aus meinen Fingern und lässt diese wunderbaren Kunstwerke entstehen“, bedankte sich die Künstlerin zum Schluss bei den drei Musikern.

Ein durchweg positives Gesamtfazit zog der Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Witzenhausen, Stephan Brübach, nach den vier Programmtagen des Witzenhäuser Festivals „Treppen, Keller, Hinterhöfe“: „Bis auf den Freitag, wo der Regen den Besucherstrom etwas zurückhielt, waren alle Tage gut besucht“, so Brübach. Insgesamt schätzt er etwa 1200 Besucher an allen Tagen. Auch mit der Einhaltung der Corona-Regeln ist er im Großen und Ganzen zufrieden. Hier hatte die Kulturgemeinschaft eine Security-Firma beauftragt, die die Besucher stets auf die Maskenpflicht beim Verlassen des Platzes hinwies.

Von Künstlern und Zuschauern gab es laut Brübach ein durchweg positives Feedback für die Veranstaltung, was die Organisatoren riesig freut. Überhaupt sei es trotz der Corona-Auflagen und der damit verbundenen Mehrarbeit erstaunlich gut gelaufen. „Die Organisation war komplexer und arbeitsintensiver, hat aber auch viel mehr Freude im Team gebracht“, so Brübach.

Finanziell dürfte das Festival auch dank des Förderprogramms „Ins Freie“ vom Land Hessen wieder mit einer schwarzen Null abschließen. „Das Förderprogramm hat das um zwei Drittel zurückgegangene Sponsoring aufgefangen“, sagt Brübach. Zudem habe das Team aus 50 Helfern toll zusammengearbeitet. (Hartmut Neugebauer)

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