Ehrenamtliche erneuern auch Türen und Fußböden

130 Helfer packen bei Winterbauhütte auf Burg Ludwigstein an

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Fleißig: Die Witzenhäuserin Jennifer Sechtling (rechts) arbeitete bei der Winterbauhütte zusammen mit Edda Ravn den Holzfußboden in der Torklause auf. 

Witzenhausen. Emsiges Treiben herrschte in den vergangenen vier Tagen auf Burg Ludwigstein, wo im Rahmen der traditionellen „Winterbauhütte“ große Bereiche der Burg renoviert und aufgehübscht wurden.

Rund 130 Mitglieder verschiedener Jugendbünde hämmerten, sägten, strichen und werkelten gemeinsam. Dabei schafften die Freiwilligen eine Menge: In mehreren Zimmern wurden Holzfußböden und Türen aufgearbeitet. Der Speisesaal wurde gestrichen, das Schneehagen-Zimmer sowie der Patenraum vom „Stamm Löwenherz B.d.P Marburg“ komplett renoviert und zahlreiche Rohre der kurz vor Weihnachten neu installierten Heizungsanlage gedämmt. „Außerdem haben wir diesmal zahlreiche Fensterbänke gebaut und angebracht“, sagt Dirk Osmers.

Der 43-jährige Witzenhäuser ist Bauingenieur und als Mitglied des Bauhüttenkreises auch Mitorganisator der ehrenamtlichen Renovierungsaktion. „Der Bauhüttenkreis besteht aus 15 Handwerksmeistern, Architekten und Ingenieuren und unterstützt den Burgbetrieb bei baulichen Angelegenheiten“, sagt er. Dieser Kreis habe sich im Vorfeld der Aktion auf der Burg getroffen und zusammen mit Burgbetriebsleiter Selmar Sechtling festgelegt, was zu tun sei.

Sechtling ist dankbar für die Hilfe. „Allein aus wirtschaftlicher Sicht ist so eine Aktion natürlich unbezahlbar“, sagt der „Burgvogt“. Schließlich wäre die dabei geleistete Arbeit für den Burgbetrieb „in diesem Maße und in dieser Frequenz“ nicht möglich. Immerhin komme man durch Aktionen wie diese auf rund 5000 Ehrenamtsstunden pro Jahr, die zum Erhalt der Burg beitragen. Viel wichtiger aber sei der Gedanke, der dahinter steckt. „Es ist einfach großartig, wie sich die Teilnehmer der Bauhütte mit der Burg identifizieren und so die Gelegenheit nutzen, sich dafür zu engagieren“, sagt Dirk Osmers. 

Neben der Arbeit sei jedoch auch die Begegnung an sich wichtig. „Hier werden Freundschaften geschlossen und in den folgenden Jahren auch gepflegt“, so der Witzenhäuser. Vor allem die Abende, bei denen selbst gemachte Musik den Mittelpunkt bilde, seien „sehr gesellig“. Höhepunkt war dabei diesmal der Bildvortrag „1000 Meilen Wind – mit dem segelnden Frachtschiff über den Atlantik“, bei dem der Kölner Fotograf und Autor Wolfgang Heisel auf Einladung der Jugendbildungsstätte von einem siebenmonatigen Segelabenteuer wie zu Kolumbus’ Zeiten berichtete. 

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