Er lässt die Distanz verschwinden

150 Zuschauer besuchen Klappstuhlkonzert von Joshua Patron auf dem Sportplatz in Frankenhain

Brachten das Publikum in Frankenhain zum Singen und Tanzen: Ratze Rauch, Joshua Patron und Niklas Bellstedt.
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Brachten das Publikum in Frankenhain zum Singen und Tanzen: Ratze Rauch, Joshua Patron und Niklas Bellstedt.

Joshua Patron hat erneut zu einem Klappstuhlkonzert nach Berkatal eingeladen. Diesmal übernahm der TV Frankenhain die Bewirtung und hatte Getränke und Essen im Bollerwagen dabei.

Frankenhain – Ein Meer aus Lichtern und jeder Menge tanzender Fans füllt den Sportplatz am Rande Frankenhains, als Joshua Patron einen seiner Songs anstimmt. Mit unverwechselbarer Stimme „My Radio“ und damit seinen ältesten Titel singt, den er bereits im Alter von 13 Jahren geschrieben hat. Am Samstagabend brachte Joshua Patron den Sportplatz Frankenhains zum Beben, begeisterte sein zirka 150 Besucher starkes Publikum.

Nachdem er bereits im vergangenen Jahr am selben Ort aufgetreten war, das Klappstuhlkonzert damals gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr stattgefunden hatte, hatte in diesem Jahr der TV Frankenhain die Organisation übernommen. Mit Sägespänen markierte Felder für die mitgebrachten Sitzgelegenheiten und die Bewirtung durch mit Speisen und Getränken gefüllten Bollerwagen durch den Turnverein sorgten dafür, dass die Abstände unter den Zuhörenden eingehalten werden konnten. Kleine Abstellmöglichkeiten mit Kerzen darauf gehörten zu jedem der Felder und gleich ein eigenes Sofa hatte eine Gruppe Fans in ihrem Feld vor der Bühne platziert.

Eine kleine Besonderheit kündigte der 23-Jährige daher im zweiten Teil seines Konzerts an, in dem auf den ersten mit Songs aus seinem ersten Album rockige Titel des noch unveröffentlichten zweiten Albums folgten. Da die Fans mit dem mitgebrachten Sofa eine Wette gewonnen hatten, sang er für sie „Brothers of Love“, kam gemeinsam mit seinem Bassisten Ratze Rauch von der Bühne hinunter zu ihnen und legte sich während des Singens und Spielens sogar kurzzeitig auf das Sofa.

Neben seiner starken Stimme und den eigenen Melodien und Texten, deren Hintergrund er wie bei „Rose Road“, „Lonely Jack“ oder „Soldier in Prison“, den sein Uropa mit den Erzählungen von seinen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg inspirierte, aufgriff, prägte Joshua Patrons Interaktion mit dem Publikum den Abend. „Ich kann euch langsam nicht mehr sehen, deswegen muss ich euch hören“, rief er, während er dem Publikum bei einem der Songs ohne seine Band mit schnellen Gitarren-Riffs einheizte, gab vor der Pause noch einmal alles, brachte das Publikum zum Mitsingen: „Die Frankershäuser haben uns noch nicht gehört und in Hitzerode schon gar nicht!“ Drei junge Fans, die mit anderen vor der Bühne getanzt hatten, rief er schließlich zu sich, Ratze Rauch und Keyboarder Niklas Bellstedt auf die Bühne und ließ sie den Refrain seines Songs „Fly“ ins Mikrofon singen. Er brachte sein Publikum gegen Ende des Konzerts noch einmal zum Mittanzen, sorgte gemeinsam mit seiner Band in drei Zugaben für ausgelassene Stimmung und einen gelungenen Abschluss für ein energiegeladenes Konzert voller rockiger und emotionaler Songs und ansteckender Melodien.

Weiter geht es für den jungen Musiker mit starker Stimme und sehr gutem Gespür für sein Publikum am Donnerstag in Erfurt bei den Thüringer Messe Tagen. Für den September sind Auftritte in Göttingen und Northeim geplant, wobei von der Entwicklung der Pandemie abhängt, ob diese stattfinden können. Ein Klappstuhlkonzert in dieser Form, die am Samstagabend viele Besucher zum zweiten Mal anlockte, ist aufgrund der positiven Resonanz auch für das nächste Jahr denkbar. (Eden Sophie Rimbach)

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