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17-Jährige führt Badestädter Jugendrat – Magistrat soll Graffiti erlauben

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Von: Christoph Cortis

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Der neue Jugendrat von Bad Sooden-Allendorf: Josephine Marie Ziegler (von links), Luis Kühnemuth, Antonia Meister, die ihrem Vorgänger Calvin Wallstein ein Abschiedsgeschenk überreicht, Tom Reichert und Alia Lindenthal. Nicht im Bild: Helene Amlung und Mareike Ilkenhans.
Der neue Jugendrat von Bad Sooden-Allendorf: Josephine Marie Ziegler (von links), Luis Kühnemuth, Antonia Meister, die ihrem Vorgänger Calvin Wallstein ein Abschiedsgeschenk überreicht, Tom Reichert und Alia Lindenthal. Nicht im Bild: Helene Amlung und Mareike Ilkenhans. © Chris Cortis

Antonia Meister ist die neue Sprecherin des Jugendrates in Bad Sooden-Allendorf. In der konstituierenden Sitzung im Jugendzentrum in Allendorf wurde die 17-jährige Gymnasiastin am Dienstagabend einstimmig zur Nachfolgerin von Calvin Wallstein gewählt. Der 20-jährige Vorsitzende der örtlichen SPD ist wegen Überschreitens der Altersgrenze aus dem Jugendrat ausgeschieden und wurde als Dank für seine Arbeit mit einem Geschenk verabschiedet.

Bad Sooden-Allendorf – Zum stellvertretenden Sprecher wurde ebenfalls einmütig Tom Reichert (15) bestimmt, der in Personalunion auch Kassenwart ist und in dieser Funktion Antonia Meister als Vize an der Seite hat. Zum Schriftführer ernannte die Versammlung in wiederum offener Abstimmung Luis Kühnemuth (18), der schon dem vorigen Jugendrat angehört hatte. Seine Stellvertreterin ist die 14-jährige Alia Lindenthal. Helene Amlung (16), die wie auch Mareike Ilkenhans (19) entschuldigt fehlte, wurde federführend mit der Öffentlichkeitsarbeit betraut.

An der Neuwahl des bis dahin nur für zwölf Monate amtierenden Jugendrates hatten Anfang Juli 117 Wahlberechtigte im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren teilgenommen. Damit hatte die Wahlbeteiligung bei rund 23 Prozent gelegen. Neuerdings beträgt die Amtsperiode zwei Jahre, um eine gewisse Kontinuität in der Arbeit zu gewährleisten. Laut Satzung vertritt das aktuell siebenköpfige Gremium die Interessen der jüngeren Einwohner gegenüber den städtischen Gremien, die es beraten und mit Vorschlägen konfrontieren kann.

Einer liegt dem Magistrat bereits auf dem Tisch. So sollen die Wände des städtischen Bootshauses offiziell für Graffiti freigegeben werden. Auf den weißen Mauersteinen prangen ohnehin schon Parolen und Malereien in bunten Farben. Ob die bei einer Erlaubnis im Nachhinein legalisiert wären, ist eine andere Frage. Eine Entscheidung über den Wunsch der jungen Leute stehe unterdessen noch aus, so Erste Stadträtin Andrea Stöber, die an der Sitzung ebenso teilnahm wie Stadtverordnetenvorsteher Mario Ziegler und andere Mandatsträger aus Magistrat und Parlament.

Bald ganz legal? Graffiti am Bootshaus der Stadt Bad Sooden-Allendorf.
Bald ganz legal? Graffiti am Bootshaus der Stadt Bad Sooden-Allendorf. © Cortis, Christoph

Einsetzen will sich der neue Jugendrat laut ihrer Sprecherin für eine größere Attraktivität des Spielplatzes am Diebesturm. So sollten der Basketballplatz asphaltiert, dort ein zweiter Korb aufgestellt und das Fußballfeld erneuert werden. Zudem sei an ein neues, nicht näher bezeichnetes Spielgerät gedacht. Im Übrigen regte Antonia Meister an, sich Gedanken zu machen, ob man nicht auch für die ältere Generation Sinnvolles auf den Weg bringen könne.

Die Stadt unterstützt den Jugendrat jährlich mit 3000 Euro für Investitionen und weiteren 1000 Euro für konsumtive Ausgaben. Der Jugendrat, so unterstrich Vize-Bürgermeisterin Stöber, sei „wichtig für die Stadt“. Sie freue sich auf eine gute Kooperation und rief den jungen Leuten zu: „Klasse, wie ihr arbeitet.“

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