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185 Kinder aus Ukraine bekommen im Werra-Meißner-Kreis Unterricht

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Von: Evelyn Paul

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Eine Lehrerin schreibt an eine Tafel. Foto: Mohssen Assanimoghaddam
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Werra-Meißner – Höflich, freundlich, wissbegierig, motiviert und dankbar: So werden die jungen Menschen aus der Ukraine beschrieben, die im Werra-Meißner-Kreis die Schule besuchen.

Aktuell sind es 185 Schüler, die möglichst gleichmäßig auf die Schulen verteilt werden, damit keine Schule übermäßig belastet wird, erklärt Susanne Knoche-Warz, Mitarbeiterin des Aufnahme- und Beratungszentrums des Staatlichen Schulamtes für den Werra-Meißner-Kreis.

„Der Ausbruch des Krieges war von heute auf morgen und genauso war dann der Zulauf der Schüler“, beschreibt Knoche-Warz die Situation im Frühjahr. Damals galt es für das Schulamt, sinnvolle und qualitative Strukturen für die Organisation zu schaffen.

In der Anfangslage gab esvereinzelt Situationen, in denen sich Schulen mehr Unterstützung wünschten. So hatte die Grundschule in Hessisch Lichtenau bereits im März sieben Schüler, die aus der Ukraine stammen. Die Kinder sprachen kein Deutsch, sollten aber zunächst den ganz normalen Unterricht mitmachen. „Wir haben sie dann jeden Tag zwei Stunden als Intensivklasse unterrichtet und ihnen dort die einfachsten deutschen Wörter beigebracht“ sagt Sandra Kalthoff, stellvertretende Schulleiterin der Grundschule. Das machten sie, obwohl die Schule zu diesem Zeitpunkt noch kein Kontingent an Intensivstunden für diese Schüler hatte.

Im Mai wurde die Intensivstunden für die Schule aufgestockt und weitere Einstellungen bewilligt. Die nächste Schwierigkeit war dann, die Stellen auch zu besetzen. Auf der Suche nach Personal werden die Schulleiter vom Schulamt unterstützt, die ebenfalls suchen und dann Empfehlungen aussprechen. „Wir brauchen gut ausgebildete Lehrer“, sagt Susanne Knoche-Warz vom Schulamt.

Viele Schulen sind mit der Organisation der Schüler aus der Ukraine zufrieden. An der Johannisbergschule in Witzenhausen sind zwei pädagögische Kräfte, drei Deutschlehrer und eine Übersetzerin für die Schüler aus der Ukraine zuständig. So haben die Schüler, die die fünfte bis neunte Klasse besuchen, immer ihre Ansprechpartner, berichtet Martina Hartmann von der Johannisbergschule.

Auch an der Anne-Frank-Schule in Eschwege laufe es hervorragend, sagt Schulleiterin Kerstin Ihde. Die Schülergruppe sei sehr heterogen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren gleichmäßig auf alle Klassen verteilt.

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