1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

19 Menschen im Werra-Meißner-Kreis sind obdachlos

Erstellt:

Von: Nicole Demmer

Kommentare

Obdachlosenhilfe mit Taschen und einer Iso-Matte im Vordergrund.
Obdachlosigkeit ist im Werra-Meißner-Kreis kein wachsendes Problem. © Marijan Murat/dpa

Im Werra-Meißner-Kreis gibt es aktuell 19 Menschen, die obdachlos in den Kommunen gemeldet sind.

Wie aus einer Umfrage unter den Bürgermeistern hervorgeht, sind davon 4 Menschen in Hessisch Lichtenau betroffen und 15 in Witzenhausen – dort verweigert eine Frau die Unterbringung durch die Kommune.

Während zehn Gemeinden und Kommunen melden, dass es in den vergangenen Jahren keine Fälle von Obdachlosigkeit gegeben hat, gab es 2019 in Eschwege 11 Menschen mit 19 Übernachtungen, 2020 waren es 16 Personen, die 70 Nächte blieben – wobei 2 schwer vermittelbare Menschen jeweils 20 Mal übernachteten – im vergangenen Jahr waren es 18 Menschen bei 21 Übernachtungen. Vermehrte Anfragen gab es in Bad Sooden-Allendorf und Sontra, wobei dort in den vergangenen zwei Jahren jeweils nur eine Person untergebracht wurde. Im Ringgau meldete sich 2020 eine Mutter mit ihrem minderjährigen Sohn obdachlos. In Waldkappel gab es im vergangenen Jahr zwei Einweisungen, davon eine aus Hessisch Lichtenau.

Familientaugliches Zimmer

Die Lossestadt betreibt seit 2020 mit Großalmerode und Waldkappel eine interkommunale Obdachlosenunterkunft im Feuerwehrgerätehaus in Waldkappel-Friemen, berichtet Großalmerodes Bürgermeister Finn Thomsen. „Dadurch muss nicht jede Kommune eine eigene Unterkunft vorhalten.“ Es handelt sich dabei um eine Drei-Zimmer-Wohnung, in der bis zu drei Obdachlose wohnen können, ein Zimmer ist familientauglich, heißt es aus Waldkappel. In vielen weiteren Kommunen stehen mindestens ein Zimmer oder eine Wohnung zur Verfügung oder die Bedürftigen werden, wie etwa in Ringgau, in „gemeindlichen Objekten“ untergebracht. In Eschwege etwa werden für die Personen zusätzlich Ferienwohnungen und Hotels organisiert, in Witzenhausen in gibt es eine ehemalige Flüchtlingsunterkunft.

Durch die Corona-Pandemie wurde kein zusätzlicher Unterstützungs-Bedarf etwa zum Impfen oder zur Besorgung von Masken der Obdachlosen notwendig. Bei Bedarf kümmert sich die städtische Sozialarbeiterin, heißt es aus Bad Sooden-Allendorf, in Hessisch Lichtenau haben die Betroffenen einen gesetzilichen Betreuer, in dessen Aufgabengebiet dies falle, schreibt Bürgermeister Michael Heußner. Ringgau und Wanfried berichten, dass bei einem möglichen Unterstützungsbedarf die Kommune tätig werde.

Von Nicole Demmer

Auch interessant

Kommentare