20-jähriger Vockeröder Felix Eberhardt ist neuer Deutscher Meister der Jungfleischer

Vockerode. Seit dieser Woche wohnt in Vockerodes Reihen ein Deutscher Meister: Der 20-jährige Felix Eberhardt ist der beste Jungfleischer.

Kochen, sagt Renate Eberhardt lächelnd, sei nicht so die Sache ihres Sohnes. Gott sei Dank muss der 20-Jährige das für seinen Beruf auch nicht können, den er dafür umso besser ausübt: Felix Eberhardt aus Vockerode ist Deutschlands bester Jungfleischer. Die Auszeichnung erhielt er jetzt in Travemünde (Schleswig-Holstein), als er gegen acht weitere Gesellen um den Titel kämpfte. „Ich war zufrieden mit meiner Arbeit“, sagt Eberhardt bescheiden. Umso mehr hätte er sich dann natürlich gefreut, dass es sogar zum Sieg gereicht hat.

Der Wettbewerb 

Qualifizieren konnte sich für den sogenannten Bundesleistungswettbewerb der Fleischerjugend jeder, der vorab den Sieg in seinem Bundesland errungen hatte. „Dass Felix diesen auch schon gewonnen hat, war super“, erzählen seine Ausbilder Holger Peter, Andreas Heinemann, Jens Tölle und Tobias Redemann, die gemeinsam mit Eberhardt bei der SB Union in Kassel arbeiten. Am Wettbewerb um den Hessentitel konnte der 20-Jährige deshalb teilnehmen, weil er in diesem Sommer seine Gesellenprüfung als Innungsbester ablegte.

Die Prüfung

Beweisen musste sich Eberhardt bei dem Wettbewerb, der über zwei Tage ging, in 17 Disziplinen. „Zum Beispiel musste ich zwei küchenfertige Gerichte präsentieren“, erzählt der neue Deutsche Meister. Er hat sich für welche mit Füllungen entschieden, die „genau mittig sitzen müssen und an denen es keine Lufteinschlüsse geben darf“. Zudem war eine Pastete im Teigmantel gefordert und ein Schweinelachs-Braten. „Wir haben jeder 2,5 Kilo Fleisch bekommen und mussten das dann verarbeiten, alles in einer bestimmten Zeit.“

Besonders gefallen habe der Jury Eberhardts Grillplatte: „Ich habe das Fleischer-Zeichen in einen Eisblock eingefroren und zwischen die Rinderpralinen, die Hähnchenspieße mit einer Würzung aus Curry und Paprika und gefüllte Schweinetaschen gestellt.“ Diese Idee sei wertvoll gewesen, „denn auch die Kreativität spiele eine Rolle“.

Die Überraschungsparty 

Um den Sieg, der für die Teilnahme an der Europameisterschaft in Frankfurt im Mai berechtigt, zu feiern, wurde der 20-Jährige nach seiner Ankunft im heimischen Vockerode gebührend empfangen: Seine Familie und Freunde hatten eine Überraschungsparty organisiert und den Hof in Deutschlandfarben geschmückt. „Dass wir abends noch ein Bier trinken, war abgemacht, aber damit habe ich nicht gerechnet“, gibt Eberhardt zu. Gefeiert werden sollte bis spät in die Nacht, denn zu Ehren des neuen Titels bekam der Deutsche Meister gestern frei.

Von Constanze Wüstefeld

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