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20 neue Bänke für die Röhrdaer Flur

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Von: Stefanie Salzmann

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Kälte kann ihn nicht erschüttern: Helmut Eisenträger (77) aus Röhrda baut für den Heimatverein 20 neue Bänke in seiner Werkstatt. Die Mittel dafür kommen vom Land Hessen.
Kälte kann ihn nicht erschüttern: Helmut Eisenträger (77) aus Röhrda baut für den Heimatverein 20 neue Bänke in seiner Werkstatt. Die Mittel dafür kommen vom Land Hessen. © Stefanie Salzmann

4000 Euro Fördermittel hat der Heimatverein Röhrda zur Dorfverschönerung bekommen. Helmut Eisenträger baut jetzt 20 Sitzbänke für die Röhrdaer Flur in seiner Werkstatt.

Röhrda – In der großen Werkstatthalle ist es bitterkalt. Kein Problem für Helmut Eisenträger, denn der Mann hat zu tun. Das hat der 77-Jährige meistens, aber im Moment ganz besonders. Denn aus den zirka 4000 Euro, die das hessische Ministerium im Sommer vorigen Jahres an den Heimatverein Röhrda ausgeschüttet hat, will etwas gemacht werden. Und das sind 20 nagelneue Sitz- und Ruhebänke für die Röhrdaer Flur. „Das ist mein Projekt für 2022“, sagt er.

Dass Eisenträger den Bankbau erst im Winter beginnen konnte, liegt daran, dass die gusseisernen Füße für die neuen Bänke in Frankreich bestellt wurden, die Franzosen sich aber mit der Lieferung Zeit gelassen hatten. Die Kunststoffplanken für Sitzfläche und Lehne hingegen liegen schon eine geraume Weile in der Röhrdaer Werkstatt.

Damit alles gleichmäßig wird, die Bohrungen stets an der gleichen Stelle sitzen, hat sich der Rentner, der praktisch seit seinen Lebzeiten dem Röhrdaer Heimatverein angehört, verschiedene Vorrichtungen gebaut. Die sorgen für Stabilität und Genauigkeit. Fünf Bänke sind inzwischen fertig montiert, die anderen folgen.

Wo die Bänke genau stehen sollen, hat auch Helmut Eisenträger ausgetüftelt. Sechs Stück will er am Brückenberg oberhalb von Röhrda platzieren. „Der Weg liegt schön in der Sonne und wird von Spaziergängern stark angenommen.“

Auch einige Bänke, die es in der Röhrdaer Flur schon gibt, sollen ausgetauscht werden. Bei den einen hat der Kunststoff Moos angesetzt. Die Holzbänke sind größtenteils vermodert und streichen wolle die auch niemand mehr.

Seine Arbeit macht Helmut Eisenträger, der sich in seiner großen Werkstatt – einer ehemaligen Schürzenfabrik – auch mit diversen Fitnessgeräten fit hält, am liebsten alleine. „Ich könnte mir Helfer suchen, aber dann müsste ich denen immer sagen, was sie machen sollen. „Das will er lieber nicht. Ich will ja irgendwann auch fertig werden.“

Wenn er das ist, wird er die Bänke mit seinem Schlepper, aber mithilfe seines Sohnes, an Ort und Stelle bringen. „Das geht nicht alleine, so eine Bank wiegt um die 60 Kilo.“ Und wenn sie dann in grüner Natur stehen, will Helmut Eisenträger auch noch zwei- bis dreimal im Jahr das Gras um die Bänke mähen. Ob er selbst Zeit zum Sitzen hat, ist unklar. (Stefanie Salzmann)

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