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EnBW hat Schnellladepark bei Herleshausen in Betrieb genommen

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Von: Emily Spanel

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Der Energieversorger EnBW hat einen Schnellladepark für Elektromobilität bei Herleshausen errichtet.
Der Energieversorger EnBW hat einen Schnellladepark für Elektromobilität bei Herleshausen errichtet. © EnBW

Herleshausen – Der Schnellladepark der Firma EnBW (Energie Baden-Württemberg AG) bei Herleshausen hat vor Kurzem seinen Betrieb aufgenommen. „Wir begrüßen diesen Schritt in die Zukunft und den Ausbau der Infrastruktur unserer Gemeinde“, sagt Herleshausens Bürgermeister Lars Böckmann erfreut.

E-Mobilisten können den modernen Ladepark an der Ausfahrt 38 der Autobahn 4 ab sofort in vollem Umfang nutzen. Verfügbar sind dort sogenannte HPC-Ladepunkte (High-Power-Charging): Je nach Fahrzeug haben E-Autofahrer nach 20 Minuten Ladezeit Reichweite für die nächsten 400 Kilometer im Akku. Das erklärt Henrike Reichert von der Pressestelle des Konzerns mit Sitz in Karlsruhe. Der Herleshäuser Standort verfügt zunächst über acht solcher Schnellladepunkte. Steigt der Bedarf mit dem Hochlauf der Elektromobilität weiter an, kann die EnBW den Ladepark ausbauen. Dafür ist dieser modular aufgebaut. In Herleshausen kann die EnBW die Kapazität so auf 16 Ladepunkte verdoppeln.

Solarpanels auf dem Dach

Eine großflächige Überdachung des Parks schützt vor Witterung und produziert durch Solarpanels auf dem Dach Ökostrom mit einer Leistung von zunächst je 18,5 Kilowatt.

„Der Schnellladepark nahe Herleshausen ist für E-Autofahrer auf der Fernstrecke in Hessen optimal gelegen. Gleichzeitig wächst unser bundesweites Schnellladenetz“, erklärt Timo Sillober, der bei Energie Baden-Württemberg unter anderem das Thema Elektromobilität und damit den Aus- und Aufbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland verantwortet.

Eineinhalb Jahre vom Beschluss bis zur Fertigstellung

In ihrer Sitzung am 8. Dezember 2020 hatte die Gemeindevertretung Herleshausens beschlossen, eine Teilfläche des Gewerbegebiets der Herleshäuser Brandenburgstraße an die Firma EnBw für einen Schnellladepark zu verkaufen. „Jetzt, eineinhalb Jahre später, ist es endlich soweit“, sagt Bürgermeister Lars Böckmann. Die Inbetriebnahme sei jüngst geräuschlos und ohne eine offizielle Einweihungsfeier erfolgt.

Timo Sillober ließ verlauten: „Die gute Zusammenarbeit mit der Politik vor Ort ist ein zentraler Faktor dabei, schnell und flächendeckend in ganz Deutschland Ladeinfrastruktur bauen zu können. Hier in Herleshausen hat das ausgezeichnet funktioniert und unser Dank gilt den Beteiligten aus Gemeinde und Verwaltung.“

Die weiteren Vorhaben im Gewerbegebiet an der Brandenburgstraße befinden sich laut Bürgermeister Lars Böckmann derzeit alle noch im Genehmigungsverfahren der zuständigen Kreis- und Landesbehörden. Doch auch hier sei bereits ein Ende absehbar, sodass die weitere Entwicklung der Gemeinde Herleshausen bald voranschreiten könne.

Von Emily Hartmann

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