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Auftakt der Feiern: Gemeinde Meinhard ehrt zum Jubiläum 50 Ehrenamtliche

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Von: Stefanie Salzmann

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Auf dem Grebendorfer Schlosshof am Sitz der Gemeindeverwaltung wurden 50 verdiente Meinharder ausgezeichnet.
Auf dem Grebendorfer Schlosshof am Sitz der Gemeindeverwaltung wurden 50 verdiente Meinharder ausgezeichnet. © Stefanie Salzmann

Mit einem Festkommers startet Meinhard ins Jubiläumsjahr. 50 Meinharder wurden für ihren Einsatz für die Gemeinde ausgezeichnet. Außerdem gab es einen Landesehrenbrief.

Grebendorf – Der Himmel meinte es gut mit der Gemeinde Meinhard, die am Sonntagvormittag mit einem Festkommers im Grebendorfer Schlosshof bei strahlendem Sonnenschein ihr 50. Jubiläumsjahr eröffnete. Rund 130 Bürger hatten sich eingefunden, um gemeinsam den Auftakt für Meinhards Geburtstagsjahr zu begehen. Denn die Gemeinde hatte das Motto ausgegeben. „Das ganze Jahr wird durchgefeiert!“

Das Meinharder Trompetenkorps spielte den Gästen einige Ständchen. Und auf der Bühne erzählten die vier Protagonisten Heinrich Hogelucht, Hans Giller, Niclas Krannich und Gerhold Brill, aus Meinhards Geschichte und Gegenwart, die als Großgemeinde 1972 ihren Anfang nahm.

Erzählen aus 50 Jahre Geschichte: (von links) Heinrich Hogelucht, Hans Giller, Niclas Krannich und Gerhold Brill.
Erzählen aus 50 Jahre Geschichte: (von links) Heinrich Hogelucht, Hans Giller, Niclas Krannich und Gerhold Brill. © Patrizia John

„50 Jahre Meinhard, das bedeutet für mich zwei Generationen, die diese Kommune getragen und mit Leben gefüllt haben“, sagte Hogelucht. „Die Eigenständigkeit der Dörfer passte nicht mehr in ein modernes Verwaltungssystem, das das Land Hessen anstrebte.“ 800 Dorfverwaltungen sollten damals in Hessen auf 200 reduziert werden. Hogelucht selbst sei stolz darauf, mit allen vier bisherigen Meinharder Bürgermeistern und dem jetzigen zusammengearbeitet zu haben.

Einer dieser Männer ist der ehemalige Bürgermeister Hans Giller, der gestern auch zum Ehrenbürgermeister der Gemeinde ernannt wurde. „1972 war eine wilde Zeit, die davon geprägt war, möglichst viel erneuern und verändern zu wollen“, erzählt Giller. Er sei in eine perfekt funktionierende Gemeinde gekommen, in der ein gutes Miteinander herrschte. Es konnte über alles geredet und diskutiert werden. Für Giller war und ist die kommunale Selbstverwaltung wichtig. „Wir müssen aufpassen, dass wir unsere Eigenständigkeit und unsere Besonderheit behalten. Ich wünsche mir, dass die Gemeinde noch mindestens weitere 50 Jahre besteht und sich weiterentwickelt, denn sie ist es wert.“

Bürgermeister Gerhold Brill baute die Brücke zur Gegenwart und erzählte, es müsse zwar weiter gespart werden, aber Meinhard solle auch für die Bürger attraktiv bleiben. „Die Gemeinde Meinhard hat eine Zukunft, wir brauchen keine Angst haben, dass wir irgendwann die Segel streichen müssen.“

„Politik heißt für mich, man will etwas für seine Gemeinde tun. Und genau das versuchen wir auch in Zukunft, um Meinhard nach vorne zu bringen“, erklärte Niclas Krannich. Der 29-Jährige ist der Vorsitzende der Gemeindevertretung.

Ständchen für die Geburtstagskinder: Das Trompetencorps Meinhard spielt zum Festkommers „50 Jahre Meinhard“ am Sonntagvormittag im Grebendorfer Schlosshof.
Ständchen für die Geburtstagskinder: Das Trompetencorps Meinhard spielt zum Festkommers „50 Jahre Meinhard“ am Sonntagvormittag im Grebendorfer Schlosshof. © Patrizia John

Im Anschluss wurden 50 Bürger aus der Gemeinde für ihre Verdienste für das Gemeinwohl geehrt und danach ließen es sich die Gäste bei kühlen Getränken und Gegrilltem im Schlosshof gutgehen und freuen sich auf weitere Feierlichkeiten.

50 Meinharder für ihre Verdienste am Gemeinwohl ausgezeichnet

. Grebendorf: Ellen Fusch; Helmut Wagner, Andreas Schüttemeyer, Peter Schneider; Gisela Böttner; Elisabeth Stück; Horst Volkmar; Jochen Jahns; Daniel Schmerbach.

. Neuerode: Gerhard Ludwig; Dieter Fischbach; Bruno Sieberhein; Frank Richter.

. Frieda: Christel Fischer-Koch; Reiner Blum; Helmut Hering; Hans Himberger; Alexander Hempel; Christian Genau; Oliver Schott; Gerd Herzog; René Dittmann.

. Jestädt: Waltraut Höttges; Baldur Schnapka; Erich Hesse; Ingeborg Seeger; Lisa Pippert; Heinrich Hogelucht.

. Hitzelrode: Petra Heinisch; Georg Forster.

. Schwebda: Mario Siegel; Axel Degenhardt; Gerd Heuckeroth; Graf und Gräfin Christian und Cecilie von Dönhoff; Norbert Seeger; Jutta Beck; Silke Rottstädt; Ralf Jatho; Lucas Harbich; Martina Jacob; Fritz Sippel; Erwin Heuckeroth; Norbert Gittel.

. Motzenrode: Horst Pöpperl; Karsten Hose; Rolf Dietrich.

Landesehrenbrief und Ehrenbürgermeister

Grebendorf – Zwei Männer würden auf dem Festkommers anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Gemeinde Meinhard am Sonntag mit ganz besonderen Ehrungen gewürdigt.

Die Gemeinde Meinhard ernannte Hans Giller zum Ehrenbürgermeister. Landrätin Nicole Rathgeber und Bürgermeister Gerhold Brill gratulieren.
Die Gemeinde Meinhard ernannte Hans Giller zum Ehrenbürgermeister. Landrätin Nicole Rathgeber und Bürgermeister Gerhold Brill gratulieren. © Stefanie Salzmann

Der Sozialdemokrat Hans Giller, der von 2002 bis 2014 hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Meinhard war, wurde zum Ehrenbürgermeister der Gemeinde ernannt. Giller, der bereits seit 1989 der Gemeindevertretung angehörte, sagt über sich selbst gern, dass er „Kommunalpolitik von der Pike auf gelernt“ habe. Trotz aller Routine war ihm die Freude über die Ehre anzusehen, als ihm Landrätin Nicole Rathgeber gratulierte. Das Meinharder Gemeindeparlament hatte erst am vorigen Donnerstag einstimmig für die Ehrenbürgermeisterschaft von Giller gestimmt.

Dem ehemaligen Grebendorfer Ortsvorsteher Willi Jakal wurde von Landrätin Nicole Rathgeber der Landesehrenbrief überreicht.
Dem ehemaligen Grebendorfer Ortsvorsteher Willi Jakal wurde von Landrätin Nicole Rathgeber der Landesehrenbrief überreicht. © Stefanie Salzmann

Auch Willi Jakal, langjähriger Ortsvorsteher von Grebendorf, konnte von Nicole Rathgeber eine besondere Würdigung seiner Verdienste entgegennehmen. Jakal wurde mit dem Ehrenbrief des Landes Hessens ausgezeichnet. Die jetzige Landrätin hatte der Kommunalwahl im Frühjahr 2021 Jakals Nachfolge als Ortsvorsteherin angetreten. Jakal dankte ihr für den Ehrenbrief und lobte Nicole Rathgeber, dass sie in der kurzen Zeit ihres Amtes, ihren Job als seine Nachfolgerin gut gemacht habe. Über sich sagte er: „Ich habe mein Engagement nicht für mich persönlich geleistet, sondern für alle.“ (Patrizia John und Stefanie Salzmann)

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