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650 Pfadfinder aus ganz Deutschland waren auf Burg Ludwigstein

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Fein geschmiedet unter der Leitung von Leonhard Meis (rechts) konnten die Pfadfinder unteranderem Kerzenständer auf der Burg Ludwigstein anfertigen
Fein geschmiedet unter der Leitung von Leonhard Meis (rechts) konnten die Pfadfinder unteranderem Kerzenständer auf der Burg Ludwigstein anfertigen © Thomas Pohl/nh

In Witzenhausen konnte man am Wochenende sehr gut sehen, wie sehr sich die Kluften der Pfadfinder in Deutschland unterscheiden. Statt aus den Filmen bekannten kaki-braunen Hemden waren sie blau, beige, grün oder grau, auch die Halstücher waren auf Burg Ludwigstein in fast jeder Farbe vertreten.

Burg Ludwigstein – In Witzenhausen konnte man am Wochenende sehr gut sehen, wie sehr sich die Kluften der Pfadfinder in Deutschland unterscheiden. Statt aus den Filmen bekannten kaki-braunen Hemden waren sie blau, beige, grün oder grau, auch die Halstücher waren auf Burg Ludwigstein in fast jeder Farbe vertreten.

Die aus ganz Deutschland angereisten 650 Pfadfinder konnten die hessischen Spezialitäten Ahle Wurst und Grüne Soße probieren. Ein von der Ostsee angereister Pfadfinder war sehr angetan von der Ahle Wurst, titulierte sie aber zunächst falsch als Salamiwurst. Traurig stellte er fest, dass es die „leckere“ nordhessische Spezialität bei ihm in Norddeutschland nicht zu kaufen gibt.

Anlass des Treffens: Der Deutsche Pfadfinderverband (DPV) feierte sein 50-jähriges Jubiläum nach. Pandemiebedingt musste die Feier um zwei Jahre verschoben werden. Der DPV ist ein interkonfessioneller Dachverband verschiedener Pfadfinderbünde in Deutschland. Er vertritt die Interessen von mehr als 29 000 Kindern und Jugendlichen aus zwölf Mitgliedsbünden.

An der Organisation der Jubiläumsfeier war der Stamm Mittelerde aus Bad Sooden-Allendorf mit Familie Herrmann stark beteiligt. Mitverantwortlich für die Lagerleitung war Dorothea Herrmann, ihre Geschwister Caroline und Johannes gehörten auch dem Planungsteam des Treffens an. Glücklicherweise hat es laut Dorothea Hermann geregnet: „Lagerfeuer gehört zu Pfadfindern dazu, und wenn es trocken geblieben wäre, hätte es keines gegeben.“

Schon vorige Woche Dienstag hatten die ersten Aufbauarbeiten begonnen, um die riesige Logistik bewältigen zu können. Erst gestern endete die riesige Logistik mit dem letzten Abtransport. Materialien wie beispielsweise Zelte waren aus ganz Deutschland angekarrt worden, um alle Pfadfinder unterbringen zu können. 280 der 650 Gäste kamen in der Burg unter, der Rest übernachtete in den aufgebauten Zelten.

Versorgt wurden alle vom eigenen Küchenteam, das allein am Freitag 130 Kilogramm Brot backte. Für die 650 Pfadfinder war dem Küchenteam keine Mühe zu viel, so fertigte es vorher mit gespendeten Obst Marmelade für das Event an. Neben dem kulinarischen Angebot gab es auch viele Workshops, Diskussionen und Spiele für die Pfadfinder. So machten fast zu viele beim Volkstanz mit, dass beinahe die Tanzfläche nicht ausreichte. Es gab eine Schmiede und Lars Stöber informierte über die ehemalige innerdeutsche Grenze. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt des riesigen Wochenendprogramms.

Auch interviewten sich die Pfadfinder am Samstag gegenseitig. Ein kleiner Teil der Ergebnisse wird bei der Themensendung über den DPV am Samstag ab 11 Uhr im Radio bei Rundfunk Meißner zu hören sein. Zum Abschied des Jubiläums sangen alle Sonntagvormittag zusammen „Nehmt Abschied Brüder“.

Bis Samstagvormittag sah Dorothea Herrmann kritisch, ob die Veranstaltung die Erwartungen erfüllt: „Die Ziele, die wir uns vor zwei Jahren gesetzt haben, haben wir in der Praxis erreicht. Man sieht als Verantwortliche erst mal nur, was nicht klappt. Ab Samstagmittag hab ich nur strahlende Gesichter gesehen.“
(Hendric Woltmann)

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