Post an Freunde und ehemalige Bürger

720 Briefe gehen um die Welt - Stadt Wanfried grüßt zu Feiertagen ehemalige Bürger

Brachte alle Briefe persönlich zur Post: Bürgermeister Wilhelm Gebhard.
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Brachte alle Briefe persönlich zur Post: Bürgermeister Wilhelm Gebhard.

Ehemalige Wanfrieder Bürger konnten sich wieder über Post aus ihrer Heimat freuen: Insgesamt 720 Briefe mit Weihnachts- und Neujahrsgrüßen hat die Stadt Wanfried versendet –

Wanfried - 42 dieser versendeten Briefe gingen sogar über Deutschland und Europa hinaus ins Ausland. Zum Beispiel nach Nordamerika, Südafrika und Australien.

Unter den Adressaten sind ehemalige Wanfrieder jeder Altersklasse, teilt Bürgermeister Wilhelm Gebhard mit. Von 20-Jährigen, die sich im Studium befinden, bis hin zu Menschen mit über 90 Jahren. „Die Adressdatei umfasst neben den ehemaligen Mitbürgern auch Menschen, die sich emotional mit Wanfried verbunden fühlen und um Aufnahme in die Adressdatei gebeten haben“, sagt Gebhard.

Traditionell werden die Briefe jedes Jahr in Verbindung mit dem Volks-, Schützen- und Heimatfest versandt. Coronabedingt mussten diese aber abgesagt werden. Stattdessen habe sich der Bürgermeister am Ende dieses besonderen Jahres an die Ehemaligen gewandt, sagt er.

Brief informiert über Themen in der Stadt

Der dreiseitige Brief informiert zum Beispiel über die erfolgreichen Bemühungen des Fördervereins Plesseturm bei der Spendenakquise, die Fertigstellung der DRK-Rettungswache, die Sanierungsarbeiten am Schulcampus, die gestiegene Bauplatznachfrage sowie die positiven Einwohnerentwicklung und die Auswirkungen der Coronakrise auf das Leben in Wanfried.

Auch der Jahresrückblick 2019 von der Werra-Rundschau war wieder mit dabei, teilt Gebhard mit. Finanziert worden sei die Aktion mit Spenden von den Empfängern der Briefe, wodurch rund 1000 Euro zusammengekommen seien. Daran erkenne man auch die Freude über die Post aus der Heimat, sagt er.

Der Briefversand wäre in diesem Jahr aber fast gescheitert: „Die Stadtverwaltung ist bei einem derart großen Briefversand auf externe Hilfe angewiesen“, erklärt er. So hat man sich in den vergangenen Jahren auf die Unterstützung der Abschlussklassen der integrierten Gesamtschule verlassen können.

Bürger halfen fleißig beim Versand mit

Wegen der Coronapandemie war das nun aber nicht möglich. Über Facebook bat Gebhard die Bevölkerung dann um Mithilfe – mit Erfolg. Denn rund 20 Haushalte meldeten sich und waren bereit, die Briefe einzutüten. „Das hat mich sehr gefreut und zeigt, dass wir eine funktionierende Gemeinschaft haben“, sagt der Bürgermeister. Die Arbeit wurde letztlich auf sechs Haushalte aufgeteilt.

Erstmals verschickte die Stadt Wanfried 2008 Briefe an ehemalige Bürger und lud sie zum Raissancefest aus Anlass der „400 Jahre Stadtrechte“ ein. Nun ist es Tradition geworden. Die Stadtverwaltung versucht stets, die Adressdatei aktuell zu halten und zu erweitern. Das sei eine große Herausforderung, daher sei man auf Hilfe angewiesen: Adress- und Namensänderungen aber auch Sterbefälle sollten mitgeteilt werden, damit jeder, der möchte, auch Post erhält. (jes)

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