Arbeitslosenquote bei sechs Prozent

785 Menschen befinden sich im Werra-Meißner-Kreis zurzeit in Kurzarbeit

Im Werra-Meißner-Kreis waren im ersten Monat des neuen Jahres 3145 Menschen ohne Arbeit. 
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Im Werra-Meißner-Kreis waren im ersten Monat des neuen Jahres 3145 Menschen ohne Arbeit. 

Im Werra-Meißner-Kreis waren im ersten Monat des neuen Jahres 3145 Menschen ohne Arbeit. Das sind 291 mehr als im Dezember (ein Plus von 10,2 Prozent). Die Quote liegt bei sechs Prozent.

Werra-Meißner – Allerdings im Vergleich zum Januar 2020 sind 549 Menschen mehr ohne Arbeit. Wie im Winter fast immer zu registrieren, melden die Arbeitsämter auch für Januar einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Das entspricht einem Zuwachs von 21,1 Prozent. Auf Jobsuche waren im Altkreis Witzenhausen im Januar 1433 Personen, im Altkreis Eschwege waren es 1712 Personen.

Die aktuelle Arbeitslosenquote für den Werra-Meißner-Kreis lag im Januar bei sechs Prozent. Im Dezember waren es 5,5 Prozent, im Januar 2020 fünf Prozent.

Im Gegenzug zu steigender Arbeitslosigkeit sank laut der für den Werra-Meißner-Kreis zuständigen Agentur für Arbeit Kassel auch der Bestand an offenen Stellen. Mit aktuell 534 sind das elf Stellen weniger als im Dezember und 36 weniger als im Januar vorigen Jahres. Insgesamt falle der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar geringer als in den Vorjahren aus, und auch das Plus an Jobsuchenden im Jahresvergleich reduziere sich. „Angesichts der schwierigen Lage können wir mit dem Arbeitsmarkt immer noch zufrieden sein“, so Agenturchef Detlef Hesse. Das Kurzarbeitergeld verhindere Entlassungen in großem Umfang. Im Kreis haben laut der Agentur für Arbeit im Januar 84 Unternehmen Anträge auf Kurzarbeitergeld für insgesamt 785 Beschäftigte gestellt. Im Agenturbezirk Kassel waren es insgesamt 396 Anträge für 3491 Arbeitnehmer.

Grund zur Sorge gebe es allerdings aus Sicht der Agentur nach wie vor: „Wir haben – wie schon in den letzten Krisenmonaten – deutlich mehr Arbeitslose im Jahresvergleich.“ Besonders Ältere ab 50 Jahren seien laut Statistik überproportional stark betroffen. Und noch eine Personengruppe bereite der Behörde Kopfzerbrechen: die Langzeitarbeitslosen. „Die Zuwachsrate liegt im Rechtskreis von SGB III bei fast 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit höher als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre“, stellt Agenturleiter Hesse fest.

„Natürlich haben es Menschen, die länger ohne Job sind, jetzt noch schwerer, eine Beschäftigung zu finden. Sie zu fördern und zu unterstützen, sollte deshalb unsere besondere Aufmerksamkeit haben.“ (Von Stefanie Salzmann)

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