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Radverkehrskonzept für den Werra-Meißner-Kreis: Erste Befragungsergebnisse liegen vor

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Von: Emily Spanel

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Eine Radfahrerin auf einem Radweg
90 Prozent der Befragten geben an, in ihrer Freizeit auf das Fahrrad umzusteigen. © Ina Tschakyrow

Die ersten Befragungsergebnisse für das Radverkehrskonzept, das der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land derzeit im Auftrag des Werra-Meißner-Kreises erstellt (wir berichteten), liegen vor.

Werra-Meißner – Wie Diplom-Geologe Diethard Lindner vom Geo-Naturpark mitteilt, haben seit Anfang Dezember mehr als 800 Menschen aus allen Kommunen des Werra-Meißner-Kreises online an einer Befragung zu ihrer persönlichen Mobilität teilgenommen. Nach den ersten Auswertungen benutzen 66 Prozent der Teilnehmer ein Fahrrad im Alltagsverkehr – also beispielsweise für die Wege zur Arbeit, zur Schule und zum Kindergarten. 90 Prozent geben an, in ihrer Freizeit auf das Fahrrad umzusteigen. Der Durchschnitt der am häufigsten zurückgelegten Strecken liegt bei fünf Kilometern pro einfacher Fahrt. Nur drei Prozent der Befragten geben an, im Alltagsverkehr mehr als 20 Kilometer am Tag mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Wunsch: Gut ausgebautes Radwegenetz

„Fast 88 Prozent der Teilnehmer wünschen sich ein gut ausgebautes Radwegenetz für den Alltagsverkehr. Für die Nutzung des Fahrrads in der Freizeit liegt der Wert sogar bei 94 Prozent“, hat Diethard Lindner der aktuellen Datengrundlage entnommen.

„Zur Ermittlung des Radwegebedarfs ist es wichtig, Daten über die tatsächliche Nutzung des Fahrrads im Alltag zu erhalten. Für repräsentative Aussagen wäre eine größere Datenlage wünschenswert“, appelliert der Diplom-Geologe. Alle Bürger des Werra-Meißner-Kreises seien daher aufgerufen, online über die Internetseite des Geo-Naturparks an einer anonymisierten Befragung zu ihrer persönlichen Mobilität teilzunehmen.

Bis November soll Bestandsanalyse vorliegen

Bis zum November 2022 soll dann eine umfassende Bestandsanalyse aller Radwege im Kreisgebiet vorliegen, aus der bis zum Frühjahr 2023 die notwendigen Lückenschlüsse analysiert und konkrete Planungsgrundlagen für die zukünftige Gestaltung des Radnetzes erarbeitet werden.

Online-Befragung

Zur Online-Befragung: www.naturparkfrauholle.land/radverkehr.
Weitere Anregungen per E-Mail an radverkehr@naturparkfrauholle.land

Radwege ab April systematisch erfassen 

Ab April sollen alle vorhandenen Radwege im Kreis systematisch erfasst und darauf aufbauend eine Netzanalyse durchgeführt werden. Diese soll den konkreten Handlungsbedarf in Sachen Radwege aufdecken. Denn: Derzeit gibt es eine Vielzahl von regionalen Radwegen im Kreis, deren Verknüpfung zum Teil noch mangelhaft ist und deren Ausschilderung weder kontinuierlich vorhanden ist noch den heute geltenden Vorschriften genügt.

Von Emily Hartmann

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