Mit Pilotprojekt sollen verbliebene Stadtteile versorgt werden

98 Prozent im Kreis mit Zugriff auf Glasfaser

Die Leerrohre werden bei den Tiefbauarbeiten verlegt und sind ein wichtiger Teil des Breitbandausbaus.
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Hier werden die Glasfaserkabel durchgezogen: Die Leerrohre werden bei den Tiefbauarbeiten verlegt und sind ein wichtiger Teil des Breitbandausbaus.

Der Breitbandausbau für Hochgeschwindigkeitsinternet im Werra-Meißner-Kreis ist in vollem Gange. Nachdem bereits seit einem Jahr für die Haushalte im Großteil des Kreises das Glasfasernetz verlegt wurde, sollen nun Schulen und Krankenhäuser folgen.

Werra-Meißner – Im Kreis sind mittlerweile an sechs der insgesamt 17 Schulen die Tiefbauarbeiten abgeschlossen: in Großalmerode an der Valentin-Traudt-Schule, Bilsteinschule und Hirschbergschule, in Sontra an der Adam-von-Trott-Schule und Grundschule Ulfen sowie in Herleshausen an der Südringgauschule. Das gaben Landrat Stefan Reuß und Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Werra-Meißner bei einer Pressekonferenz bekannt.

„Bis spätestens Mitte 2021 sollen die Bauarbeiten an allen 17 Schulen dann abgeschlossen sein“, sagt Kleeberg. Insgesamt werden 92 Schulen im Ausbaugebiet der Breitband Nordhessen GmbH (BNG) direkt an das Glasfasernetz angeschlossen. Außerdem sollen auch zwölf Krankenhäuser von dem Ausbau profitieren.

Der Breitbandausbau in Nordhessen läuft seit 2016. Landrat Stefan Reuß zieht eine positive Bilanz: „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir im Kreis die technischen Voraussetzungen haben, um auch von zuhause aus über das Internet arbeiten zu können“. Außerdem sei durch den Ausbau der Wohnraum im Werra-Meißner-Kreis attraktiver geworden.

Laut Kleeberg können heute 98 Prozent der Haushalte im Kreis auf eine Internetgeschwindigkeit von mindestens 30 Megabit pro Sekunde zugreifen.

Nur die Sontraer Stadtteile Krauthausen und Thurnhosbach sowie Neuseesen, Albshausen und Hübenthal (Witzenhausen) sind noch nicht an das Breitbandnetz angeschlossen. „Dort gibt es leider keine Hauptverteiler für das Hochgeschwindigkeitsinternet. Deshalb werden die Glasfaserkabel dorthin direkt bis ins Haus verlegt“, sagt Kleeberg.

In Sontra wurde dazu von der BNG ein Pilotprojekt gestartet. Das sei der nächste Schritt, der beim bisherigen Breitbandausbau nicht möglich war, da die letzten Meter bis ins Haus weiterhin ältere Kupferkabel der Telekom sind. „Dadurch verliert man natürlich Internetgeschwindigkeit“, sagt Kleeberg. Die Schulen und Krankenhäuser werden jedoch direkt an das Glasfasernetz angeschlossen.

Noch würden aber bei Weitem nicht alle Haushalte das Breitbandnetz nutzen, sagt Reuß. Obwohl die Glasfaserkabel von der Netcom Kassel GmbH verlegt wurden, bedeutete dies nicht, dass man als Privatkunde auch einen Vertrag bei Netcom abschließe müsse. „Es steht jedem Haushalt frei, von welchem Anbieter er sein Internet beziehen möchte.“, erklärt Reuß.

Reuß und Kleeberg sehen ebenso Bedarf in dem Ausbau des Mobilfunknetzes. Die Kommunen sind laut Reuß in der Planungsphase der Mobilfunkmasten. Auch bei der Versorgung der Masten könne man von den Glasfaserkabeln der Netcom profitieren.

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