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Ab 2023 auch in Witzenhausen: Die gelbe Tonne kommt

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Von: Konstantin Mennecke

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Eine gelbe Mülltonne voller Säcke
Gelbe Säcke haben künftig ausgedient: Auch in Witzenhausen wird die gelbe Tonne eingeführt © Foto: Martin Gerten/dpa

Witzenhausen – Die Stadt Witzenhausen bekommt die gelbe Tonne. Plastik-Müll wird damit ab dem 1. Januar 2023 nicht mehr in Säcken entsorgt und an die Straße gestellt, sondern in einer Tonne ähnlich Restmüll entsorgt.

Gemeinsam mit den Abfall-Zweckverbänden aus Eschwege und Sontra schafft man so eine Vereinheitlichung in der Abfuhr des Plastikmülls. In Eschwege hatte man die gelbe Tonne bereits im Mai 2020 eingeführt. 10 000 Tonnen hatte man damals in der Kreisstadt sowie den Ortsteilen verteilt. Die übrigen Kommunen sind über den Abfallzweckverband Werra-Meißner organisiert. Dort wird bislang auf die gelben Säcke gesetzt.

Vor dieser Entscheidung hatte die Stadtverwaltung alle Ortsbeiräte sowie die Fraktionsvorsitzenden zur geplanten Umstellung befragt. Sorge hatten Teile der Gremien über eine mögliche Kostensteigerung geäußert. Hier soll sich vorerst aber nichts ändern. Die Tonne gibt es für die Haushalte genauso wie bisher auch die gelben Säcke kostenfrei. Kosten, die für die Beschaffung der neuen Tonnen entstehen, werden vom Dualen System getragen.

Laut Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz überwiegen die Vorteile durch die Einführung des Tonnen-Systems. Zerfressene gelbe Säcke, umherfliegender Müll bei Sturm und das Anlocken von Tieren wie Waschbären und Ratten entfalle so künftig. Diese Vorteile haben die Stadt letztlich dazu bewogen, der Änderung zuzustimmen. „Es ist auch nicht im Sinne der Nachhaltigkeit, die ohnehin zu großen Mengen an Plastikmüll in weiteren Plastiksäcken zu verpacken“, betont Herz. Witzenhausen gehöre, gemessen an der Anzahl der ausgegebenen Gelbe-Säcke-Rollen, mit zu den Spitzenreitern im Verbrauch.

Künftig gibt es 240 Liter fassende Tonnen für Haushalte mit bis zu fünf Personen. Wohnen mehr als fünf Menschen in einem Haus, gibt es mehrere Tonnen. Ab 20 Personen ist das anders – dann wird eine 1100 Liter fassende Tonne gestellt. Eine weitere Änderung gibt es bei der Abholung des Abfalls. Diese erfolgt künftig aufgrund der Tonnengröße vier-wöchentlich und nicht mehr, wie bislang, 14-täglich.

Von Konstantin Mennecke

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