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Ab September gibt es einen Aufschlag von 29 Prozent

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Von: Christoph Cortis

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Auch dieses Vergnügen wird teurer: Zum September deutlich steigen werden die Eintrittspreise zum Besuch der Werrataltherme, die am Montag wegen Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten für zwei Wochen schließt.
Auch dieses Vergnügen wird teurer: Zum September deutlich steigen werden die Eintrittspreise zum Besuch der Werrataltherme, die am Montag wegen Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten für zwei Wochen schließt. © Chris Cortis

Wer etwas für sein Wohlbefinden oder seine Gesundheit tun möchte und deshalb die Werrataltherme in Bad Sooden-Allendorf besucht, muss ab September deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Bad Sooden-Allendorf – Die Eintrittspreise steigen im Schnitt um 29 Prozent. Auf Vorschlag von Kurdirektor Jens Lüdecke hat das der Verwaltungsrat der Tourismus- und Kuranstalt in seiner jüngsten Sitzung einmütig beschlossen.

Nach dieser Rechnung würde ein Erwachsener für einen dreistündigen Besuch in der Therme künftig 15,50 Euro statt bisher 12 Euro bezahlen. Inklusive Sauna-Besuch wären dann 20 Euro fällig statt vorher 15,50 Euro. Genaue Zahlen liegen aber noch nicht vor.

Zu diesem massiven Aufschlag sehen sich Vorstand und Verwaltungsrat insbesondere wegen der galoppierenden Energiepreise gezwungen. So schätzt der Chef der Stadtwerke, Wolfgang Grunewald, dass die Kuranstalt im kommenden Jahr für Gas und Strom rund 300 000 Euro mehr auf den Tisch legen muss als bisher.

Gegenüber der HNA zerstreute Grunewald zugleich Befürchtungen von Privatkunden, sie könnten bei einer sich weiter verschärfenden Energiekrise in der kalten Jahreszeit ihre Wohnung nicht mehr heizen. Diese Kundschaft sei in besonderer Weise geschützt, hob er hervor. Das schließe aber auch kurzfristige Preissteigerungen nicht aus.

Deutlich angehoben werden, nämlich von täglich 2,60 auf 3,60 Euro, soll auch die Kurtaxe, wobei geplant ist, diese Abgabepflicht, die für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren entfällt, auch auf die Stadtteile auszudehnen. Über eine entsprechende Empfehlung zu entscheiden hat letztlich das Stadtparlament. Das trifft auch zu für die tägliche Stellgebühr von Wohnmobilen, die statt 12 künftig 20 Euro betragen soll. In diesem Pauschalpreis enthalten sind eine zweifache Kurtaxe, außerdem die Kosten für Strom und Wasser.

Widerstand gegen eine um einen Euro erhöhte Kurtaxe kam von Verwaltungsratmitglied Christian Pelikan. Dieser Betrag sei nicht angemessen. Dafür werde in der Kurstadt „zu wenig geboten“, befand der Hotelier und Gastronom, der seine Ablehnung mit einer Stimmenthaltung deutlich machte.

Zur Sprache kamen auch die Parkgebühren in Bad Sooden-Allendorf. Die sollen zwar unverändert bleiben, aber sieben Tage in der Woche, jeweils zwischen 8 und 20 Uhr fällig, werden, mithin einige Stunden länger als bisher. Begründet wurde die zeitliche Streckung mit den vielen Tagesgästen, die zwar keine Kurtaxe zahlten, aber von den Kureinrichtungen profitierten. Auch in dieser Frage haben die Stadtverordneten das letzte Wort.

In Auftrag gegeben bei einem Hamburger Unternehmen hat der Verwaltungsrat ein Kurortentwicklungskonzept. Es kostet knapp 50 000 Euro und wird zu 65 Prozent aus einem europäischen Förderprogramm finanziert.  (zcc)

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