Abschluss der Dorferneuerung in Reichenbach

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Dorferneuerung in Reichenbach erhält weitere Fördermittel des Landes: Diese sollen unter anderem in die Neugestaltung des maroden Spielplatzes investiert werden. Oben in der Mitte Ortsvorsteherin Birgit Osigus-Koch sowie links an der Rutsche Landrat Stefan Reuß und rechts Bürgermeister Jürgen Herwig sowie Mitglieder des Arbeitskreises.

Reichenbach. Drei Projekte, für die Landrat Stefan Reuß einen Bewilligungsbescheid übergab, sollen den Abschluss der Dorferneuerung in Reichenbach darstellen.

Lange wurde um die Dorferneuerung im Lichtenauer Stadtteil gerungen, es wurde jahrelang geplant und auch kontrovers im Stadtparlament diskutiert, ob man sich die Modernisierung überhaupt leisten könne. Doch der beharrliche Einsatz und das Engagement insbesondere von Ortsvorsteherin Birgit Osigus-Koch zahlt sich nun im wahrsten Sinne aus, denn Landrat Stefan Reuß hatte einen Förderbescheid über 166 000 Euro im Gepäck und überreichte diesen an den Arbeitskreis Dorferneuerung.

Damit wollen die zahlreichen Mitglieder, die sich bereits um die ersten Projekte des Förderprogramms gekümmert hatten, darunter unter anderem die Neugestaltung des Klostergartens in Eigenleistung, auch die letzten drei großen Maßnahmen in Angriff nehmen:

Neugestaltung Lindenplatz 

Für die Modernisierung des Bereiches, auch „Dich“ genannt, werden insgesamt 35 200 Euro fällig, davon übernimmt das Land 22 200 Euro, den Rest trägt die Stadt Hessisch Lichtenau.

Sanierung Spielplatz 

Der marode Platz und seine Spielgeräte sollen künftig auch als Gemeinde-Treffpunkt dienen, rund 50 000 Euro werden investiert, 31 400 Euro trägt das Land Hessen, den Rest wiederum die Stadt.

Treppenaufgang Kirche 

Bereits fertig: Der Klostergarten wurde durch den Arbeitskreis erneuert, lediglich Materialkosten fielen dabei an.

Mit 152.000 Euro stellt der Treppenaufgang zur Klosterkirche den größten Posten dar, gefördert werden davon 96.000 Euro. Die Kommune trägt 56.000 Euro. Der zuschussfähige Gesamtinvestitionsrahmen für Reichenbach beträgt 724.000 Euro. Die Förderquote des Landesprogrammes beträgt bei allen Projekten der Dorferneurung 75 Prozent der Nettokosten.

Mehrere Projekte wurden in Reichenbach durch den Arbeitskreis bereits umgesetzt, laut Osigus-Koch sollen von der Gesamtsumme aber nur 463 000 Euro verwendet werden, was auch der finanziellen Situation der Stadt Hessisch Lichtenbau geschuldet sei.

Man habe daher auf einige Projekte ganz verzichtet und andere nur im abgespeckten Rahmen umgesetzt. Dadurch habe man der Stadt durchaus Kosten erspart. Dies sagte sie auch in Richtung von Bürgermeister Jürgen Herwig, der die dramatische Finanzsituation der Stadt bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide nochmals darstellte.

So wären auf die Kommune, in deren Besitz sich die auch touristisch wichtige Treppe zur Klosterkirche befinde, deutlich höhere Ausgaben zugekommen, wenn man den maroden Aufgang erst in einigen Jahren ohne Förderung in Angriff genommen hätte.

Auch die Neugestaltung des Spielplatzes sei nicht nur für Kinder wichtig, sondern insgesamt für die Infrastruktur des Ortes und der gesamten Stadt Hessisch Lichtenau.

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