Acht Schüler bauten einen Skatepark

Schufen Skatepark mit sieben Elementen: Kai Zumwinkel (von links), Till Wachsmuth, Julian Kleeberg, Luca Dilcher, Jonas Döring, Florian Lange (Siebter von links), Marlon Meininger und Max Wamser posieren mit ihren BMX-Rädern mit einem Freund (Sechster von links) im neu geschaffenen Skatepark am Parkplatz in der Nähe der Bruchteiche Bad Sooden Allendorfs. Foto: Neugebauer

Bad Sooden-Allendorf. Luca, Maxi, Jonas, Marlon, Kai, Max, Carli und Jonas haben sich mit Beharrlichkeit und viel Engagement für die Anlage mit sieben Elementen eingesetzt.

Ihre Namen stehen am Eingang des neuen Skateparks am Parkplatz in der Nähe der Bruchteiche von Bad Sooden Allendorf, der jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. „Beharrlichkeit und Engagement zahlen sich aus und auf das Ergebnis könnt ihr stolz sein.“ Diese und andere lobende Worte gab es für die acht Jugendlichen, die mit Unterstützung von Rhenanus-Schule, Stadt und Werra-Meißner-Kreis sowie weiteren Bürgern in einem Schülerprojekt den Skatepark geschaffen haben. Das Projekt, das 2010 mit der Beratung eines aggressiven Jugendlichen begann, vorübergehend einzuschlafen drohte, nahm 2012 in einem Schülerprojekt der Rhenanus Schule wieder Fahrt auf. Da wurden dann mögliche Sponsoren angeschrieben, eine Fotomontage des neuen Skateparks erstellt und das Projekt dem Bürgermeister und dem Regionalforum des Werra-Meißner-Kreises vorgestellt. Auch selbst beteiligten sich die Jugendlichen an der Finanzierung. Neben dem Einsammeln von Spenden backten sie Crèpes beim Förderstufenweihnachtsmarkt, organisierten Feten im Jugendzentrum, mähten für eine Spende bei älteren Bewohnern den Rasen oder kauften für sie ein.

„Ohne meinen Vater, der uns immer wieder beraten und angetrieben hat, wären wir noch nicht so weit“, sagte der Jugendliche Luca Dilcher als einer der Projektverantwortlichen. Auch finanziell hat sich der Friseurmeister Peter Dilcher beteiligt. Auf einem Straßenfest schnitt er gegen eine Spende mit seinem Team den Besuchern die Haare und spendete für ein Jahr seine Trinkgelder. Besonderes Glück hatte Dilcher, als er die Skate-Elemente aus einer Insolvenzmasse letztes Jahr im Internet entdeckte. Durch Verhandlungsgeschick konnten sieben Elemente, Neupreis 34 000 Euro, für 4000 Euro angeschafft werden. Und so können sich die Jugendlichen auf zwei Quarters, einem Table mit Grind-Stange, einer Rail, einer Fun- und einer Grind-Box so richtig austoben.

Neben der tollen Leistung der Jugendlichen, bestehende Werte für die ganze Stadt geschaffen zu haben, erinnerte Bürgermeister Frank Hix die Jugendlichen auch an ein vernünftiges Zusammenleben mit den Anwohnern im Bereich des Skateparks. „Ich freue mich am meisten, wenn in einer Bürgersprechstunde das Thema Skatepark nicht angesprochen wird“, sagte Hix. Rektor Rolf Greiser warb bei den Jugendlichen dafür, den Geist gegenseitiger Rücksichtnahme in die Anlage zu bringen und diesen Geist der nächsten Schülergeneration vorzuleben. Neben den Skate-Elementen wurde mit Unterstützung von Bürgermeistervater Peter Hix das Gelände umzäunt, Hinweistafeln aufgestellt und Unebenheiten des Skateplatzes beseitigt. (znb)

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