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Advent in der Energiekrise: LED-Weihnachtsbeleuchtung bringt Licht ins Dunkel

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Von: Konstantin Mennecke, Marvin Hinrichsen

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Zwei Weihnachtsmänner in einem Strandkorb
1d9273df642d9f3ca48ea6d8b282664c411019b7.jpg © Archivfoto: Hartmut Neugebauer

Werra-Meißner – Energiesparen ist in diesem Winter dominierendes Thema. Das gilt auch für die Weihnachtsbeleuchtung im Werra-Meißner-Kreis – allerdings mit Augenmaß, wie eine Stichprobe unserer Zeitung bei den Städten in der Region ergeben hat.

Wie Frank Hix, Bürgermeister der Stadt Bad Sooden-Allendorf betont, habe man nicht nur die Beleuchtungsdauer von Lichterketten und Sternen eingeschränkt, sondern setzt seit Jahren vermehrt auf LED-Technik. Die Energie, die sich so sparen lässt, ist laut Energieversorger EnBW enorm. Laut Mitteilung verbrauchen herkömmliche Lichterketten im Schnitt rund sechsmal mehr Energie, als die LED-Varianten. In Bad Sooden-Allendorf verzichtet man zusätzlich in diesem Jahr auf den beleuchteten Adventskalender am Rathaus.

Ähnlich sieht es in der Kreisstadt Eschwege aus. Auch hier ist die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet, allerdings mit verkürzter Dauer. „Die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung ist ein erfreuliches Zeichen der Hoffnung in dieser dunklen Jahreszeit“, hieß es in einer gemeinsamen Antwort der Stadtwerke und des Magistrats. Durch LED-Technik werden hier 70 Prozent Strom im Vergleich zu früher eingespart.

Auch der Mitorganisator des Witzenhäuser Weihnachtsmarkt und Geschäftsführer der Tourist-Information Johannes Siebold teilt mit, dass es auf dem Markt keine Auflagen bezüglich der Beleuchtungen gibt. „Wir haben vor Jahren schon auf LED umgerüstet und können daher bereits viel Energie und Kosten sparen“, sagt Siebold. Das bestätigt auch der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Handel und Gewerbe, Michael Schäfer. „Durch die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik, ist es möglich, kosteneffizient die Lichter brennen zu lassen“, so Schäfer. „Wir wollten auch nicht, dass nur Witzenhausen duster bleibt, da alle anderen die Weihnachtsbeleuchtung laufen lassen“. Es sei auch gewünscht und heilsam in diesen dunklen Zeiten ein wenig Licht zu spenden.

Gleichermaßen hilfreich ist es für die Besucher des Weihnachtsmarktes am Stadtpark, da diese dann nicht sofort im Dunkeln stehen, wenn sie den Markt verlassen“, sagt Schäfer. Dennoch würden die Organisatoren darauf achten, dass die Weihnachtsbeleuchtung nicht durchgängig brennt und sich der Verbrauch in Grenzen hält.

Von Marvin Hinrichsen und Konstantin Mennecke

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