Friedenslicht und Musik

Aue: Das Adventskonzert kommt zu den Menschen nach Hause

Diana Bachmann und Bernd Gerhardt bringen das Friedenslicht zu Theresa Grubbe, daneben: Peter „Billy“ Trierweiler mit seiner Drehorgel.
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Diana Bachmann und Bernd Gerhardt bringen das Friedenslicht zu Theresa Grubbe, daneben: Peter „Billy“ Trierweiler mit seiner Drehorgel.

In diesem Jahr mal anders: In Aue hat die Freiwilige Feuerwehr das Weihnachtskonzert direkt an die Haustür gebracht.

Aue – Weihnachtslieder aus der Drehorgel kündigen den lang erwarteten Besuch an, bevor an der Tür und mit sicherem Abstand das Friedenslicht in die Häuser und das digitale Adventskonzert zu den Menschen in Aue kommen kann.

Die Freiwillige Feuerwehr Aue hatte den traditionellen Gottesdienst mit Adventskonzert in diesem Jahr digital zu den Menschen gebracht und war dafür am Sonntag über fünf Stunden unterwegs gewesen. „Die Leute haben darauf gewartet, dass wir kommen“, erinnert sich Bernd Gerhardt, 1. Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr, an die Reaktionen der Menschen in Aue, die unter anderem durch Flugblätter vom anstehenden Besuch erfahren hatten. Während drei Frauen bereits am Vormittag unterwegs gewesen waren, um das Friedenslicht am Bahnhof in Eschwege von Pfadfindern aus der Nähe von Göttingen entgegenzunehmen, gingen die drei Familien aus der Freiwilligen Feuerwehr gemeinsam mit Peter „Billy“ Trierweiler und seiner Drehorgel um 13 Uhr durch den Ort, um jeden Haushalt besuchen zu können.

„Zusammenhalten in schlechten Zeiten – Zusammenstehen in guten“, lautet das Motto, mit dem das knapp über eine Stunde lange Video des digitalen Adventskonzertes beginnt und unter dem Pfarrer Gernot Hübner und die Freiwillige Feuerwehr Licht, Wärme und Hoffnung in die Stuben und Herzen der Empfänger bringen wollten. Die Idee zum digitalen Konzert war Diana Bachmann gekommen, woraufhin Künstler aus der Region Beitrage von zu Hause aus, im Freien oder in der Kirche aufgenommen und eingeschickt hatten, die sie zusammen mit den Redebeiträgen des Pfarrers zu einem digitalen Gottesdienst zusammengeschnitten hatte.

160 DVDs, 50 CDs und zusätzlich sowohl ein Link als auch ein QR-Code zu der Datei waren so entstanden, damit Gesang, Posaunen-, Harfen-, Keybordklänge, besinnliche Worte und noch vieles mehr auch in diesem Jahr die Menschen erreichen konnten. Berührende Momente prägten dabei diesen Adventssonntag, an dem das Friedenslicht bereits zum dritten Mal in Aue weitergegeben wurde, dabei auch nach Frieda und Heldra gelangte.

Unter der Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln besuchten die Mitglieder der Feuerwehr die Einwohner Aues vor deren Haustüren, überbrachten Menschen das digitale Konzert und das Friedenslicht, die teilweise Tränen in den Augen hatten. „So schön und so emotional haben wir es uns nicht vorgestellt“, sagt Diana Bachmann darüber, dass die Resonanz die Erwartungen der Akteure übertroffen habe. Hoffnung und Zuversicht habe man spenden und auch die Menschen, die erst seit diesem Jahr in Aue leben, erreichen wollen. Von den Spenden, mit denen die Einwohner für die Aktion dankten, soll im kommenden Jahr ein Fest veranstaltet werden, das den Menschen zurückgeben soll, was in diesem Jahr gefehlt hat.

Dass Feuerwehr Familie ist und damit das, was bereits ihre Eltern und Großeltern vorgelebt haben, habe sich an diesem Tag wieder für die Mitglieder bestätigt.  (esr)

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