Baustart soll 2022 sein

Feuerwehrneubau Schwebda braucht noch baurechtliche Grundlage

Unter einem Dach: Am Ostufer des Werratalsee soll nicht nur die Freiwillige Feuerwehr Schwebda ihr neues Domizil erhalten, sondern auch die Rettungshundestaffel Werra-Meißner.
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Unter einem Dach: Am Ostufer des Werratalsee soll nicht nur die Freiwillige Feuerwehr Schwebda ihr neues Domizil erhalten, sondern auch die Rettungshundestaffel Werra-Meißner.

Für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Schwebda soll mit der Änderung des Bebauungsplanes am Ostufer des Werratalsees jetzt die rechtliche Grundlage für den Bau geschaffen werden

Schwebda - Der Baustart für das Gerätehaus soll 2022 sein. Ein Beschluss scheiterte während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung vorerst.

Die Entscheidung wurde in den wieder gegründeten Bau- und Planungsausschuss des Gemeindeparlaments überwiesen.

Das neue Feuerwehrgerätehaus des Freiwilligen Feuerwehr Schwebda soll auf dem Areal des jetzigen Parkplatzes auf gemeindeeigenen Land entstehen. Das ist das Ergebnis der Meinharder Feuerwehrkommission, die insgesamt sieben Standorte auf ihre Tauglichkeit geprüft hatte.

Auch die Wasserrettung der Feuerwehr hat kurze Wege

Dafür ist jetzt allerdings die Änderung des Bebauungsplanes notwendig, da der für die Fläche am Ostufer nur Freizeit und Tourismus vorsieht und jetzt um Feuerwehr und Rettungswesen ergänzt werden muss.

„Der Platz gewährleistet, dass auch die Wasserrettung der Feuerwehr kurze Wege hat“, erläuterte Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill auf der jüngsten Sitzung des Parlamentes. Denn die Schwebdaer Wehr ist für den Werratalsee schwerpunktmäßig zuständig. Zudem will die Gemeinde an das neue Gebäude einen Raum für die Rettungshundestaffel Werra-Meißner angliedern.

Für die Planung des Neubaus hat die Gemeinde jetzt 100 000 Euro in den Haushalt eingestellt, die Planung macht das Eschweger Baubüro Luther. Das hatte die Baukosten bereits 2017 entsprechend der Raumempfehlung des Landes Hessen mit 1,3 Millionen Euro kalkuliert. Das Land hatte die Kosten auf 645 000 Euro runtergerechnet.

Knapp 260.000 Euro als Förderung

Von dieser sogenannten zuwendungsfähigen Summe soll Meinhard 40 Prozent als Förderung erhalten – also knapp 260 000 Euro. Schon nach Baukostenstand von 2017 würde die Kommune damit auf über 1,2 Millionen Euro sitzen bleiben beziehungsweise den Bau gar nicht angehen können. Aufgrund der gestiegenen Baupreise ist damit zu rechnen, dass der Bau noch teurer wird.

Deshalb hat die Gemeinde Meinhard im Sommer vorigen Jahres Klage gegen das Land vor dem Verwaltungsgericht eingereicht. Gerhold Brill rechnet mit einem Gerichtstermin für nach den Sommerferien. „Ich glaube zwar, dass weder Land noch wir voll Recht bekommen, setze aber darauf, dass wir auf alle Fälle mehr Geld bekommen, als bisher bewilligt.“

Der Bau eines neue Gerätehauses für die Feuerwehr in Schwebda ist notwendig, weil das alte Gebäude am Anger nicht nur unter Denkmalschutz steht, zudem viel zu klein ist, sondern in Teilen von der Unfallkasse bereits vor Jahren stillgelegt wurde. Der Betrieb wird derzeit nur aufgrund der Zusage eines Neubaus geduldet. (Stefanie Salzmann)

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