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Aktuell wenig Covid-19-Impfungen im Werra-Meißner-Kreis

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Eine neue Corona-Impfkampagne erwartet die Gesundheitsministerin im Herbst.
Eine neue Corona-Impfkampagne erwartet die Gesundheitsministerin im Herbst. © Symbolbild: Marijan Murat/dpa

Wenig gefragt sind Erstimpfungen mit den bereits verwendeten Impfstoffen. Dafür ist die Nachfrage nach dem modifizierten Corona-Impfstoff hoch.

Werra-Meißner – Die Nachfrage nach Impfungen gegen das Coronavirus sind derzeit sehr gering. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden in der vergangenen Woche (KW 34) im Werra-Meißner-Kreis 100 Impfdosen an Menschen im Alter ab 60 Jahren verimpft. In der Praxis von Dr. Klaudia Ress, Vorsitzender des Ärztebündnis Werra-Meißner sind seit dem 1. August keine Nachfragen nach einer Erstimpfung mit den aktuellen Impfstoffen eingegangen.

Das Impfzentrum in Eschwege hat vor fast genau einem Jahr im vergangenen September nach neun Monaten geschlossen. In dieser Zeit wurden knapp 38 800 Erst-, etwa 37 100 Zweitimpfungen und zirka 1800 weitergehende Auffrischungen im Impfentrum oder durch mobile Teams verabreicht. Nun wird sowohl von Hausärzten als auch in den Impfstellen in Eschwege, Hessisch Lichtenau und Witzenhausen geimpft. Deswegen wird die Nachverfolgung schwierig.

Booster-Impfungen überwiegen

Für alle in der vergangenen Woche Geimpften über Sechszigjährigen war es die vierte Immunisierung. Fünf Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren erhielten ihre erste, fünf Jugendliche zwischen zwölf und 17 ihre dritte Impfdosis. In der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen wurden zwischen 22. und 26. August sechs Personen erstmals und ebenso viele zum zweiten Mal gegen Corona geimpft. Elf Menschen dieser Altersgruppe erhielten ihre dritte und 57 die vierte Impfung.

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration weist darauf hin, dass lediglich die Postleitzahl des Ortes verzeichnet werde, an dem geimpft wird. Der Wohnort des Impflings werde in Hessen nicht an das RKI weitergegeben. Viele ließen sich auch in einem anderen Landkreis beziehungsweise durch ihren Arbeitgeber impfen. Eine hohe Anzahl an vergebenen Impfdosen für eine Region sei dadurch also nicht mit einer hohen Impfquote vor Ort gleichzusetzen.

Menschen warten auf modifizierten Impfstoff

Vor allem dritte oder vierte Impfungen sind bei Dr. Ress in Hessisch Lichtenau gefragt. Sie impft derzeit einmal pro Woche. Im Vergleich zu den Impfzahlen im vergangenen Jahr seien die aktuellen Impfungen mit 10 bis 20 sehr gering. Hoch sei die Nachfrage weiterhin bei Booster-Impfungen. Aber auch für Impfungen von Kindern, die gerade 5 oder 12 Jahren alt geworden sind.

Bis zu zehn Anrufe am Tag erreichen ihre Praxis mit der Frage nach dem modifizierten Impfstoff. Das Warten auf diesen erlebt Ress als besonders hoch. Sie rechnet bei seiner Zulassung mit höheren Impfzahlen.

Impfstoff gegen Omikron-Variante

Biontech und Pfizer haben die Zulassung für ihren modifizierten Impfstoff in der EU beantragt. Wirken soll er gegen die Urform des Coronavirus und die Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5. Letztere gelten als derzeit am häufigsten verbreitete Varianten. Im Juli hatten die Hersteller die Zulassung eines an die Untervariante BA.1 angepassten Impfstoffes beantragt. Biontech erklärte, dass beide Stoffe bei Zulassung im September in der EU erhältlich sein könnten.

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