Katasterverwaltung und Kreise reagieren auf Bevölkerungsentwicklung

Alle Pläne jetzt digital

Eschwege. Auf Initiative des Amtes für Bodenmanagement Homberg (Efze) setzten sich die drei Landkreise Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg zusammen mit dem Regierungspräsidium Kassel und Vertretern von Kommunen an einen Tisch, um über die künftige Nutzung von Geodaten zu sprechen.

Herausragendes Thema war dabei einmal mehr die demografische Entwicklung, deren Auswirkungen gerade in Nordhessen zu gestalten sind. Dazu sind Informationen notwendig, beispielsweise über Leerstände und deren Entwicklung, die über die punktuelle Betrachtungsweise und über die Gemeindegrenzen hinaus die Grundlage für abgestimmte Entscheidungen bilden.

Die Teilnehmer diskutierten über ihre gemeinsamen Interessen und vereinbarten die ersten Schritte in Richtung einer Datenvernetzung. Durch die Festlegung von Standards, die gegenseitige Öffnung und die Einbeziehung moderner Techniken werden die Daten in einer Geodateninfrastruktur zum Nutzen aller Beteiligten schneller, wirksamer und wirtschaftlicher zur Verfügung stehen können.

Bei seiner Begrüßung machte der Leiter des Amtes für Bodenmanagement, Gerhard Rohde, deutlich: „Es geht insbesondere darum, bei den zukünftigen Herausforderungen in den Gemeinden, den Landkreisen und der gesamten Region, bei denen raumbezogene Daten eine wesentliche Grundlage darstellen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die für alle von Nutzen sind. Als Beispiel für ein bedeutendes kommunales Handlungsfeld ist die künftige Innenentwicklung in den Ortschaften zu nennen.“

Mit der Bereitstellung aller Bebauungspläne im Internet zur umfassenden Nutzung in den beteiligten Verwaltungen und auch für die Öffentlichkeit wird eine erste Maßnahme umgesetzt, die darüber hinaus einen erheblichen Marketingeffekt mit sich bringt: Investoren und Planern stehen die Informationen dann ebenso zur Verfügung – ein erheblicher Standortvorteil gegenüber anderen Gebieten.

Mit am Tisch saßen auch Vertreter aller anderen Regionen Hessens, die den Vernetzungsgedanken in ihrem Bereich umsetzen wollen. Im Süden des Landes ist man schon einen Schritt weiter: Die Geodateninfrastruktur Südhessen ist nach einer Pilotphase seit dem 1. Januar 2009 eingerichtet und wird nun kontinuierlich ausgebaut. (wke)

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