Kliniken Balzerborn: Neun Millionen verbaut – Samstag ist Besuchertag

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Zweimal Eymer, ein Erfolg: Ekkehart Eymer und Dr. Burkhart Eymer präsentieren den sanierten Bettentrakt der Balzerborn-Kliniken.

Bad Sooden-Allendorf. Die Eröffnung des Gesundheitszentrums Balzerborn nach dem Ende des zweiten Bauabschnitts wird am Freitag ab 13 Uhr gefeiert. 120 hochrangige Gäste bis hin zum hessischen Sozialminister Stefan Grüttner werden erwartet.

Das Haus präsentiert sich innen wie außen generalüberholt und modern.

Es ist viel passiert, seit Ekkehart Eymer die Klinik, die einst von der LVA-Hannover frisch renoviert 1999 dicht gemacht wurde, erworben hat. Immer wieder scheiterten Pläne, manchmal auch – wie mit der Deutschen Rentenversicherung beim Umzug der örtlichen Werra-Reha-Klinik – kurz vor dem Notar-Termin.

Eymer hat nicht aufgesteckt, die Ärmel aufgekrempelt und kühne Pläne entwickelt, wieder verworfen, um letzlich doch ein besonderes Projekt zu entwickeln. Ein Gesundheitszentrum mit der Anbindung an Akut-Kliniken wie die Universitätsmedizin Göttingen und Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau.

„Wir haben hier eine Vernetzung zwischen großen Häusern mit C-4 Professoren und Wissenschaft, Akutversorgung und Rehabilitation und eine Klinik auf Top-Niveau geschaffen – das ist einzigartig“. sagt Ekkehart Eymer. Anders soll ihr Balzerborn sein, sagen der Seniorchef, verantwortlich für Bau und Immobilie, und sein Sohn, federführend für den Betrieb, unisono: „Wir müssen uns abheben“, sagt Ekkehart und Burkhart ergänzt: „Wir wollen keine Konkurrenz zu anderen Häusern in der Region sein, sondern eigene Angebote machen.“ Ganz ohne Konkurrenz geht es aber nicht. So ist das wichtige Standbein Orthopädie eines, auf das auch andere setzen.

Wohlfühlen sollen sich die Menschen, wenn sie in das Gesundheitszentrum kommen. So wuseln am Tag vor der Eröffnung noch jede Menge Handwerker und Helfer durch die Gänge und die helle, lichtdurchflutete, fast an ein Hotelfoyer heranreichende Halle. Sie vermittelt das Gefühl, das Ekkehart Eymer, bei allen Besuchern und Patienten wecken will: „Keiner soll sich wie in einem Krankenhaus fühlen.“

Das ist es auch nicht – hier treffen stationäre Reha-Patienten auf Praxis-Kunden, ambulante Patienten auf Bewohner der Geriatrie--Abteilung. „ So soll es sein“, sagt der südafrikanische Honorarkonsul Eymer, dessen Handschrift im Gebäude sichtbar wird: Assessoirs aus Afrika sind oft zu sehen. Ganz unschuldig daran ist auch seine Frau nicht: Anke Eymer kümmert sich – wie schon im Eymerschen Kurparkhotel – um die Gestaltung. Am Ende des Rundgangs – nach Ansicht der gemütlichen Kantine, dem großzügigen Veranstaltungssaal und den neuen, hellen Patientenzimmern – lächelt Burkhart Eymer, der die zähen Verhandlungen begleitete und den Fortschritt vom teilweise maroden Gebäude zum modernen Bau erlebte. Jetzt peilen die Eymers neue Ziele an, wie die Indikation Dermatologie und eine gute Belegung. „ Das schaffen wir“, sagt Mr. Optimismus, Ekkehart Eymer.

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