HNA-Markt: Allroundfahrzeug mit Harley-Sound

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Verkauf mit Wehmut: Hans Hofmann trennt sich von seinem Vehikel, weil er die Zugluft nicht verträgt und sich ein geschlossenes Fahrzeug zulegen musste.

Es sollte die Erfüllung eines Traumes für das Rentenalter sein: Ein fast neuer Arctic Cat Prowler XT.

Der passionierte Jäger Hans Hofmann aus Quentel suchte ein geeignetes Fahrzeug, um sich die Jagd etwas zu erleichtern und ein wenig mehr Fahrspaß im Gelände zu genießen. Das ideale Spielzeug fand er in einer automatikgetriebenen Zugmaschine mit 40 PS. Ursprünglich stammt die Idee für dieses Gefährt aus Amerika, es wird dort für die Arbeit in Steinbrüchen, Bergwerken oder der Arktis genutzt. Hofmann verfügt als Jäger über Reviere in Sontra und Polen und kaufte den Ackerschlepper mit Ladefläche zum Transport von erlegtem Wild und zum Erkunden der Jagdgebiete. „Das Fahrzeug ist extrem geländegängig und sehr weich gefedert“, sagt der Rentner. Außerdem wollte er seinem Sohn beim privaten Brennholztransport im Wald helfen. Für 13 600 Euro kaufte der Vorbesitzer den neuen Allrounder, besaß ihn aber nur ein Jahr und baute in dieser Zeit einen Überrollbügel an.

Problem Zugluft

Hofmann besitzt den Arctic Cat Prowler nun seit dreieinhalb Jahren. „Leider konnte ich das gute Stück in dieser Zeit kaum nutzen, da ich das Fahren in dem offenen Fahrzeug gesundheitlich nicht vertrage“, bedauert der Rentner und begründet so auch den Verkauf. Eine nachträglich montierte Kunststoffscheibe für die Front sollte das Problem lösen, doch diese hält nur den direkten Fahrtwind von vorn ab. Das Kfz verfügt über eine Anhängerkupplung, eine aufklappbare Ladefläche, einen kleineren Stauraum unter der Motorhaube und ein wasserdichtes Textildach. Eine Helmpflicht besteht beim Fahren nicht, stattdessen gibt es Sicherheitsgurte. Der 650 Kubik-Motor stammt von Harley Davidson und befindet sich zwischen den beiden Fahrersitzen.

Rostfreie Karosserie

Die Karosserie besteht aus besonders dickem neongrünen Spezialkunststoff und ist so rostfrei. Zum Heckantrieb kann bei Bedarf der Allradantrieb elektrisch zugeschaltet werden. Eine Besonderheit ist der sogenannte Arbeitsgang, in dem die Zugmaschine zum Beispiel für leichte landwirtschaftliche Arbeiten besonders langsam läuft. 2700 Kilometer stehen bisher auf dem Tacho, Steuern und Versicherung sind sehr preisgünstig. Die Batterie ist neu, da die alte durch lange Standzeiten versagte. Hofmann steigt nun auf ein geschlossenes Geländefahrzeug um und möchte seinen gut gepflegten Rentnertraum in gute Hände abgeben.

Bildergalerie

HNA-Markt: Rentner Hans Hofmann sucht neuen Besitzer für seine wenig gefahrene Geländemaschine

Dass ihm dies schwer fällt, merkt man ihm an, als er bei der kleinen Probefahrt voller Elan strahlt: „Dieser Hubschraubersound bringt alles in Wallung.“

Von Diana Haeseler

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