Krankenhaus: Modernisierungsphase geht zu Ende – Abriss schon in Vorbereitung

Altbau wird abgeschnitten

Noch viel zu tun: Die Pläne an der Wand geben Geschäftsführer Christoph Maier (links) und Markus Keil, Leiter Technische Dienste, einen Überblick, was im Krankenhaus verändert wird. Die Intensivstation, hier im Bild, soll bis morgen fertig gestellt sein. Foto: Forbert

Witzenhausen. Der Schnitt durch die Wand zum Haus Steinstraße 24 ist an einer Stelle schon deutlich zu sehen: Der 1952 fertiggestellte damalige Neu- und heutige Altbau des Krankenhauses in Witzenhausen wird im Spätherbst abgebrochen.

Nur ein kleiner Teil des Altbaus, an den der modernste, in den 1980er-Jahren entstandene Trakt angesetzt ist, bleibt stehen. Schon jetzt wird das Gebäude über alle fünf Geschosse durchgesägt. Und auch jetzt schon sind Bauarbeiter dabei, im Gebäude die künftige tragende Außenwand nach Osten hochzuziehen. Das Fundament ist bereits ausgeschachtet. Es teilt den früheren Fitnessraum. Die Spiegel hängen noch an den Wänden.

Der Altbau ist zur Hälfte bereits ausgeräumt. Die Dialyseabteilung ist – als Interimslösung – ins Haus Steinstraße 24 umgezogen, wo früher Fachärzte ihre Praxis hatten. Die Psychiatrische Institutsambulanz muss noch in die ehemalige HNO-Praxis im Krankenhaus wechseln. Auch die Medizinische Trainingstherapie zieht noch um. Und die Bereitschaftsräume sind ebenfalls noch in Betrieb.

Intensivstation wird fertig

Ein umfangreicheres Projekt ist derzeit die neue Intensivstation. An dieser wird noch mit Hochdruck gearbeitet, bis Samstag – rechtzeitig zum Tag der offenen Tür – soll sie fertig sein. Klinikum-Geschäftsführer Christoph Maier und Markus Keil, der Leiter des Technischen Dienstes, sind jedenfalls zuversichtlich.

Das Sanieren des nunmehr 63 Jahre alten Klinikgebäudes mit Modernisieren der sanitären Einrichtungen und des Brandschutzes wäre zu teuer geworden, sagt Maier.

Billig wird der Abbruch aber auch nicht. Bis zu 800 000 Euro sind dafür veranschlagt. Der größte Aufwand ist das Entkernen: Elektro-Kabel, Kanäle, Heizkörper, Deckenelemente – alles muss getrennt werden. Sogar ein Schadstoffgutachten ist erforderlich.

Am Ende sind dann neun Millionen Euro binnen zweieinhalb Jahren am Klinik-Standort Witzenhausen verbaut worden. Das Land übernimmt davon 5,5 Millionen Euro, die Gesundheits-Holding bringt 3,5 Millionen auf.

Geschaffen wurde bereits eine neue Palliativstation, ein Aufbahrungs- und Verabschiedungsraum und eine Zentral-Umkleide. Das Notstromaggregat ist neu, ebenso die Kältemaschine. Alle Fenster wurden ausgetauscht, das Dach ist saniert und die Brandmeldeanlage nun flächendeckend.

Dafür wurde auf die Küche, deren Umbau allein 2,3 Millionen Euro gekostet hätte, ebenso verzichtet wie auf die Zentralsterilisation. Das Essen kommt längst vom Standort Eschwege, dort werden auch die Operations-Instrumente sterilisiert.

Und was geschieht auf dem bald vom Altbau befreiten Bereich? Auf dem Gelände soll das Dialyse-Zentrum neu hochgezogen werden. So groß wie der jetzige Block wird das Gebäude aber nicht. (sff)  Termin

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