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„Altes Forsthaus“ in Germerode wird von Heide Hoffmann übernommen

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Von: Julia Stüber

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Heide Hoffmann übernimmt den Vorsitz im Verein und ist Geschäftsführerin vom Tagungshaus. Darüber freuen sich auch Rob Ariens (rechts) und Bürgermeister Friedhelm Junghans.
In Germerode befindet sich das „Alte Forsthaus“ mit einem Wirtschaftsgebäude (Bild) und einem Bettenhaus. © Julia Stüber

Idyllisch liegt das „Alte Forsthaus“ mit seinen weiteren Gebäuden in Germerode, eingerahmt von Natur und dem dörflichen Flair. Menschen aus aller Welt waren hier schon als Teilnehmer von Seminaren zu Gast.

Germerode – Der Verein „Zentrum für Ökologie, Jugend- und Erwachsenenbildung“ rund um Rob Ariens prägte mit kreativen Ideen die Entwicklung des Hauses und machte es zu einem beliebten Tagungshaus.

Da Ariens sich nun aber langsam zurückziehen wollte, suchten Gemeinde und Verein nach einem Nachfolger. 16 Bewerbungen gingen ein, so manche Besichtigung fand statt. Am Ende sollte der Zufall eine entscheidende Rolle spielen.

Denn Heide Hoffmann und Rob Ariens traten wieder in Kontakt. Die Beiden kennen sich schon seit vielen Jahrzehnten. Anfang der 90er-Jahre machte Hoffmann ein Praktikum im Tagungshaus. Auch später blieb sie als Teilnehmerin von Kursen oder selbst als Teil eines Organisationsteams dem „Alten Forsthaus“ erhalten. Die nahliegende Lösung: Heide Hoffmann könnte das Haus weiterführen. „Das ist natürlich eine sehr lebensbestimmende Aufgabe“, sagt Ariens.

Also gab es eine Art Testphase von zwei Monaten. „Kann ich mir vorstellen, hier zu arbeiten und zu leben? Das war die Frage, die ich mir stellte. Ich wollte zunächst mehr vor Ort mitbekommen und nicht nur meine Erinnerungen für die Entscheidung einbeziehen“, sagt die 50-Jährige. Die Testphase glückte: Hoffmann, das Team des „Alten Forsthauses“ und die Gemeinde Meißner waren überzeugt – von der Zusammenarbeit, von neuen Möglichkeiten und der Anknüpfung an bewährte Konzepte.

Was also plant Heide Hoffmann? „Für mich ist wichtig, dass wir Bestandskunden weiterhin mitnehmen, aber eben auch neue Gruppen erschließen.“ Ein Thema sei zum Beispiel die Instandhaltung der drei Gebäude mit dem Forsthaus, dem Wirtschaftshaus und dem Bettenhaus.

Platz für Neues gibt es allerdings auch: So steht das Team in Kontakt zum Deutschen Alpenverein – möglicherweise könnte in Germerode ein Ausbildungsstandort entstehen. Auch die Ausbildung zum Streuobst-Pädagogen würde das Team gerne an den eigenen Standort holen. Im November wird eine Erzählwerkstatt Interessierten angeboten, die es zuvor so auch noch nicht gab.

„Insgesamt wollen wir auch wieder mehr eigene Angebote schaffen – zum Beispiel in den Bereichen Natur/Landschaft und Genuss/Ernährung. Es soll auch künstlerische Angebote geben“, sagt Hoffmann. Das Gelände soll allerdings auch weiterhin gerne von Menschen aus der Region genutzt werden – das war und ist den Akteuren besonders wichtig. „Das Forsthaus lebt und wirkt in der Region.“

Für Rob Ariens endet damit ab dem 1. August seine Tätigkeit als Leiter des Tagungshauses und als erster Vorsitzender des Vereins. Seit 1984 hat er das Haus aufgebaut und entwickelt. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt er. Auch Bürgermeister Friedhelm Junghans bedankte sich bei Ariens. Ihm sei es zu verdanken, dass Gäste aus aller Welt nach Germerode gekommen sind.

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