Unfall

Nach Unfall an Radwegquerung an der B249 bei Frieda fordert Initiative eine sichere Lösung

Ein altes Thema: Schon 2016 wollte die Initiative eine alternative Lösung für die Führung des Radweges an der damals noch neuen Umgehungsstraße. Archiv
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Ein altes Thema: Schon 2016 wollte die Initiative eine alternative Lösung für die Führung des Radweges an der damals noch neuen Umgehungsstraße. Archiv

Nach dem schweren Unfall mit einer Radfahrerin und einem Motorradfahrer am Montag bei Frieda, werden Lösungen für die unsichere Radstreckenquerung über die Bundesstraße gefordert.

Frieda – Der schwere Verkehrsunfall mit einer Radfahrerin und einem Motorradfahrer, der sich am Montagnachmittag an der B 249 an der Südumgehung von Frieda ereignet hat (wir berichteten), rückt die Querung des Radwanderweges R5 mit der stark befahrenen Bundesstraße wieder in den aktuellen Fokus.

„Das macht mich wütend und das ist das Schlimme, dass erst so was passieren muss“, sagt Bernd Appel von der Bürgerinitiative „Pro Südumgehung“. Eine 52-jährige Radfahrerin, die auf dem R 5 unterwegs war, wollte die Bundesstraße am Montag dort überqueren und ist aus bisher nicht geklärter Ursache mit einem Motorradfahrer zusammengestoßen. Beide Menschen wurden schwer verletzt.

In dem Kreuzungsbereich gilt Tempo 80, in der Mitte befindet sich eine kleine Fußgängerinsel. Die Strecke ist an diese Stelle schnurgerade und in beiden Richtungen weit einsehbar.

Initiative forderte schon bei Einweihung eine Lösung für den Radweg R5

Die Initiative „Pro Südumgehung“ hatte seit der Einweihung der Ortsumgehung im Jahr 2015 gefordert, dass der Radweg R5 (Kassel-Wartburg) bei Frieda durch eine Untertunnelung geführt wird. „Stattdessen gibt es sieben oder acht Tunnel für Kröten und Molche: Ein Fahrrad passt da aber nicht durch“, sagt Appel. Eine weiterreichende Idee ist, den gesamten Radweg auf den Bahndamm zu verlegen. Der gehört allerdings der Deutschen Bahn und müsste laut Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill gekauft werden und der Radweg müsste ebenfalls auf Gemeindekosten verlegt werden.

Bernd Appel, der die Bahndamm-Variante „für die einzig vernünftige Lösung“  hält, will nun noch mal einen Antrag in den Meinharder Gemeindevorstand einbringen, damit der beim Kreis auf eine Lösung drängt, um die Situation an der Kreuzung für Radfahrer zu entschärfen.

Immerhin gehöre ja auch der R5 zum Radwegekonzept des Kreises. „Der Unfall hat gezeigt, dass etwas gemacht werden muss.“

Gerhold Brill favorisiert eine pragmatischere und vor allem voraussichtlich schnellere Lösung für die gefährliche Querung. „Dort muss eine Ampel hin, die den Verkehr an der Kreuzung regelt“, sagt er. „Das würde das Problem schnell lösen.“ Die Untertunnelung beziehungsweise Verlegung des Radweges auf den Bahndamm hingegen würde mindesten zwei bis drei Jahre dauern.

Im Zuge vom Straßenbau gibt es weitere neuralgische Punkte im Kreis. Dazu gehört zum Beispiel eine andere Querung des R 5 zwischen Sontra und Wichmannshausen, wo am Abzweig Gut Wellingerode die viel befahrene B 27 überquert werden muss.

Von Stefanie Salzmann

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