Mobile Teams impfen im Werra-Meißner-Kreis gegen Corona

Angebote in Seniorenheimen werden gut angenommen

Ein Mann wird gegen Corona geimpft
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Corona-Schutzimpfung im DRK-Seniorenzentrum: Einrichtungsleiter Matthias Blech ging mit gutem Beispiel voran. Die Freude steht ihm, trotz Schutzmaske, ins Gesicht geschrieben.

Die Impfbereitschaft im Werra-Meißner-Kreis ist groß. Unter anderem wurden bereits Mitarbeiter von drei Kliniken geimpft, sowie Bewohner und Mitarbeiter verschiedener Seniorenheime. Auch in Witzenhausen und Fürstenhagen waren die mobilen Impfteams unterwegs.

Witzenhausen/Fürstenhagen –„Wir sind froh, dass die Impfung nun endlich stattfinden konnte, und hoffen sehr, dass es den gewünschten Erfolg bringt“, sagt Gudrun Apel vom Heimbeirat des DRK-Seniorenzentrums in Witzenhausen in einer Mitteilung. Sie und ihre Mitbewohner wünschen sich sehr, dass die Pandemie endlich ein Ende hat, denn Besuche und Spaziergänge fehlen allen sehr.

Zwei mobile Impfteams des Impfzentrums Eschwege haben sowohl im DRK-Seniorenzentrum als auch in der angeschlossenen ambulanten Pflege und im betreuten Wohnen Bewohner und Mitarbeiter geimpft. 176 Mal wurde die Spritze angesetzt. Ein zweiter Durchgang erfolgt in etwa drei Wochen.

Einrichtungsleiter Matthias Blech freute sich über die hohe Impfbereitschaft, sodass am Ende des Tages bis auf wenige Ausnahmen allen Bewohnern und Mitarbeitern die Corona-Schutzimpfung verabreicht werden konnte. Alles habe reibungslos funktioniert, weil Mitarbeiter und Impfteams Hand in Hand gearbeitet hätten, so Blech. „Im Vordergrund steht vor allem der Schutz der betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen und derer, die täglich hier im Haus beschäftigt sind.“

Die konsequente Einhaltung der Hygienestandards und deren hervorragende Umsetzung hätten in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass bislang weder Bewohner noch Mitarbeiter des DRK-Seniorenzentrums mit dem COVID-19-Virus infiziert wurden.

Auch Gudrun Apel freute sich über die große Beteiligung ihrer Mitbewohner. Zwar seien einige aufgeregt gewesen, alle aber hätten sich darüber gefreut, dass sie unter den ersten waren, die geimpft wurden und geduldig vor dem Impfbereich gewartet. Ein Bewohner sagte: „Toll, dass wir auch im Alter von 90 Jahren noch die Möglichkeit haben, uns impfen zu lassen.“

Auch in Fürstenhagen wird geimpft

Auch im Pflegezentrum in Fürstenhagen hätten Bewohner sowie Beschäftigte der Impfung voller Freude entgegen gesehen, berichtet Thomas Lange, Pressesprecher von Lichtenau e.V..

„Das hat nicht wehgetan“ sagt die 90 Jahre alte Bewohnerin Toni Quentin, die als erste in Fürstenhagen von Julian Wirtz, Mitarbeiter des mobilen Impfteams, eine Spritze bekam.

22 Bewohner der Langzeitpflege, 34 in der Alten- und Kurzzeitpflege sowie ein Großteil der etwa 60 Beschäftigten haben dort am vergangenen Dienstag die erste Dosis des Impfstoffs erhalten. „Damit ist der erste wichtige Grundstein zum Schutz der Menschen in der Einrichtung gelegt worden“, schreibt Lange in einer Mitteilung. Auch hier wird in etwa 21 Tagen die zweite notwendige Impfung folgen.

Die Leiterin der Einrichtung und pädagogische Direktorin von Lichtenau e.V., Anja Maaßen, ist glücklich, dass nun geimpft wird: „Für uns galt und gilt: Je früher, desto besser! Der Schutz unserer Bewohner und Mitarbeiter steht bei uns an erster Stelle. Daher sind wir alle froh über die Impfdosen, die uns erreicht haben.“

In der Pflegeeinrichtung gelte ein Höchstmaß an Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen, die dem Schutz der Bewohner und auch der Beschäftigten dienen.

Die Pflegedienstleitungen Sabine Weiland und Jacqueline Benz sagen zum Impfstart: „Wir hoffen, dass wir durch die Impfungen einen Beitrag zur Überwindung der Pandemie leisten können und wieder ein Stück mehr Normalität in unserer Einrichtung einkehrt.“ In ihren Augen würden die Impfungen von Pflegefachkräften, Pflegehilfskräften und Hauswirtschaftsmitarbeitern deren Einsatz für besonders schützenswerte und durch die Pandemie gefährdete Menschen honorieren. Trotz der umfassenden Sicherheitsvorkehrungen sind Bewohner sowie Mitarbeiter durch den dauerhaften Kontakt miteinander einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, sich zu infizieren.

Bereits am letzten Tag des Jahres 2020 wurden in der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau die Impfungen der dortigen Mitarbeiter gestartet. Sie zählen, genau wie Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen, zur „Kategorie 1“ in der Reihenfolge der Impfberechtigten. Im Vorfeld seien alle umfassend über die freiwillige Impfung aufgeklärt worden. (Wiebke Huck)

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