Angelika Milster begeisterte mit ihrem Konzert in der Liebfrauenkirche

Wagt sich bis in die höchsten Töne: Sängerin und Schauspielerin Angelika Milster gab zum Schluss des Konzertes in der Liebfrauenkirche bekannte Weihnachtslieder zum Besten. Foto:  Hartung

Witzenhausen. Ein Phänomen. Eine Frau, die nach vielen Aktivitäten als Sängerin und Schauspielerin nun überwiegend bei Kirchenkonzerten auftritt, kann immer auf überfüllte Häuser rechnen - wie an diesem Freitag in der Liebfrauenkirche. Viele Hunderte Zuschauer füllten restlos das große Gotteshaus.

Sie waren aus dem ganzen Kreis und darüber hinaus gekommen: sie wollten Angelika Milster live erleben. Und sie wurden belohnt mit einem umjubelten ‘ Auftritt, bei dem die Sängerin, Jahrgang 1951, alles von sich gab.

Angelika Milster, die richtig bekannt wurde, als sie jahrelang bei der deutschen Aufführung von Andrew Lloyd Webbers „Cats“ in Wien in den Achtziger Jahren mit riesigem Erfolg die Rolle der Grizabella sang und spielte, präsentierte sich ihrem Publikum mit einem Programm, das vom „Ave Maria“ bis „Nessun dorma“ eine breite Palette von beliebten religiösen und weltlichen Liedern umfasste, Lieder, mit denen sie mit ihrer markanten Stimme das Publikum umschmeichelte - und begeisterte. Eine Stimme, die in den leisen Passagen am schönsten klingt, die aber sich bis in die höchsten Töne hineinwagt: wie bei „Nessun dorma“ - und dabei frenetischen Applaus erntet.

Manchmal ernsthaft

Die schwarz bekleidete, tadellos gestylte Angelika Milster, die sich als singende Grand Dame präsentierte, moderierte gekonnt ihren Auftritt mit oft humorvollen Bemerkungen - manchmal auchmit ernshaften Gedanken: wie zum Thema Nahost, das sie mit zwei Liedern, aus „Exodus“ und „Jerusalem, Jerusalem“, und dem Wunsch nach Frieden und Normalität bedachte.

Begleitet wurde sie an der Orgel von Jürgen Grimm. Der erfahrene Musiker und Arrangeur, ist seit vielen Jahren der musikalische Begleiter der Künstlerin bei ihren Kirchenkozerten. Mit gedämpften Tönen unterstrich er souverän die emotionsgeladene Stimmung des Konzerts.

Es war ein interessanter, manchmal bewegender Abend mit einer Künstlerin, die mit tiefem Engagement und ungeheurer Kraft ihrem Publikum das gab, was es erwartet hatte: gefühlvolle Momente und stimmliche Prachtentfaltung. Langer Applaus und ein emotionaler Ausklang: begleitet vom begeistert mitsingenden Publikum sang Angelika Milster zum Schluss bekannte Advents- und Weihnachtslieder.

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