Grenzmuseum und Wahlhausen

Anne-Frank-Schüler erfahren die Geschichte des Kalten Krieges und geteilten Deutschlands

Die Zehntklässler der Anne-Frank-Schule Eschwege besuchten das Grenzmuseum bei Bad Sooden-Allendorf.
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Die Zehntklässler der Anne-Frank-Schule Eschwege besuchten das Grenzmuseum bei Bad Sooden-Allendorf.

Die Klasse 10c der Anne-Frank-Schule Eschwege unternahm nach langen Einschränkungen durch die Coronapandemie den ersten Ausflug in der zehnten Klasse: Ziel Grenzmuseum.

Bad Sooden-Allendorf – Mit dem Zug ging es zunächst nach Bad Sooden-Allendorf und von dort zu Fuß weiter ins thüringische Wahlhausen. Dort erfuhren die Schüler, dass zu Zeiten des Kalten Krieges der Grenzzaun unmittelbar vor den Wohnhäusern verlief und die Mitte der Werra die ehemalige Staatsgrenze war.

Die Häuser wurden noch im August 1989 von der westdeutschen Seite beschossen, was die Einschusslöcher beweisen.

Mehrfach wurde den Schülern an diesem Tag die Bedeutung von Demokratie nähergebracht, in dem ihnen die Gepflogenheiten der politischen Jugendorganisationen der DDR – Jungpioniere und FDJ, dargestellt wurden.

Im Anschluss folgten die Schüler dem steilen Kolonnenweg in Richtung Grenzmuseum. Auf diesem Weg wurden weitere Details der Grenzsicherung dargestellt, etwa von einem misslungenen Fluchtversuch, bei dem ein Baggerführer über den Arm des Baggers in den Westen springen wollte – sein Fluchtversuch scheiterte tragisch.

Im letzten Teil des Ausflugs besuchten die Anne-Frank-Schüler die Ausstellungsräume und das Außengelände des Grenzmuseums Schifflersgrund bei Bad Sooden-Allendorf. Besonders erstaunt waren sie über die vielen Fahrzeuge, die auch heute noch teilweise fahrbereit sind.

„Obwohl das dargestellte Geschehen für uns so weit zurückliegt, ist es sehr beeindruckend, wie die Menschen damals auf zwei getrennten Seiten Deutschlands lebten“, heißt es von den Schülern der Anne-Frank-Schule.  red/mmo

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