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Arbeitskreis Open Flair hilft Geflüchteten aus Ukraine

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Unterkunft für Geflüchtete: In Eschwege wird unter anderem im Open Flair-Haus mehreren Ukrainerinnen und deren Kindern eine Zuflucht geboten.
Unterkunft für Geflüchtete: In Eschwege wird unter anderem im Open Flair-Haus mehreren Ukrainerinnen und deren Kindern eine Zuflucht geboten. © Archiv

Der Arbeitskreis Open Flair hat 26 geflüchteten Frauen und Kindern aus der Ukraine geholfen, eine Unterkunft in Eschwege und Umgebung zu finden, um dem Krieg in ihrem Heimatland zu entkommen.

Eschwege - Den Kontakt zu den Mitarbeitern des Open Flairs stellte eine junge Frau aus Dnipropetrowsk, einer Millionenstadt im Südosten der Ukraine, her. Sie hatte sich vor einigen Jahren auf eine Stelle beim Open Flair beworben, die im Rahmen eines Austauschprogramms mit der Ukraine als Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ausgeschrieben war. Durch diesen Kontakt konnte sie jüngst per E-Mail einen Hilferuf nach Eschwege senden.

Um nach Deutschland zu kommen, nahmen sie und ihre Begleiterinnen eine mehrtägige Reise an die ukrainisch-polnische Grenze auf sich. Dort angekommen, warteten jedoch bereits sehr viele Personen auf eine Zulassung zur Grenzüberschreitung. Da ein baldiger Übergang nicht in Aussicht stand, begaben sich die Ukrainerinnen an die Grenze zu Ungarn, was wiederum eine lange Reise unter schwierigen Bedingungen voraussetzte, wie eine der Geflüchteten schilderte. Nach dieser Odyses erreichten sie schließlich den Hauptbahnhof in München.

Feiertag holte Frauen persönlich in München ab

Alexander Feiertag, Geschäftsführer des Arbeitskreis Open Flair, fuhr persönlich in die bayerische Landeshauptstadt, um die drei dort angekommenen Frauen abzuholen. „Obwohl es für Geflüchtete aus der Ukraine möglich ist, in Deutschland umsonst mit der Bahn zu fahren, ging es in dem Fall schief. Also bin ich nach München gefahren und habe die drei abgeholt“, sagt Feiertag.

Nachdem sie sicher im Open-Flair-Haus untergebracht worden waren, kontaktierten sie weitere Familienangehörige und Freunde, die im Laufe der Woche in Eschwege ankamen. Mittlerweile sind 26 Frauen und Kinder sowie ein Hund bei Privatleuten in Eschwege und Umgebung untergekommen.

Die Mitarbeiter des Open Flairs helfen den Geflüchteten bei den im Alltag anstehenden Aufgaben, wie etwa beim Einkaufen oder bei der Kommunikation mit den zuständigen Behörden. Auch finden regelmäßige Treffen statt. Dabei werden die Unterhaltungen auf Englisch und teilweise auf russisch geführt.

Eschwege hilft unterstützt mit Spenden

Zur schnellen Unterstützung beigetragen hat auch die gemeinnützige Organisation Eschwege hilft, unter anderem durch die Sammlung von Spenden wie etwa Geschirr, Kleidung und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. „Ein großer Dank geht an Eschwege hilft, die uns sofort zur Seite standen. Ebenso an die zahlreichen Haushalte, die sich bereit erklärt haben, Geflüchtete bei sich aufzunehmen. Das ist nicht selbstverständlich und ein wirklich bewundernswertes Verhalten“, lobte Feiertag.

In Deutschland sind rund 150 000 Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen, insgesamt sind laut UN-Flüchtlingskomissariat (UNHCR) ca. zwei Millionen Menschen auf der Flucht. (Marius Gogolla)

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