Auf der Suche nach Alternativen

Karnevalisten aus Fürstenhagen und Hessisch Lichtenau geben Saison noch nicht auf

Übernehmen für ein zweites Jahr: Das Lichtenauer Prinzenpaar Susanne und Markus Heckmann bleibt wegen Corona weiter im Dienst.
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Übernehmen für ein zweites Jahr: Das Lichtenauer Prinzenpaar Susanne und Markus Heckmann bleibt wegen Corona weiter im Dienst.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich in diesem Winter keinen Karneval vorstellen, diese Äußerung sorgt für Diskussionen.

„Ich steh schon ein bisschen bei Herrn Spahn“, meint dazu Kuno Christl, Vereinsvorsitzender des Carneval-Clubs Fürstenhagen. „Die Gesundheit geht vor.“

Die vergangenen drei Monate sei im Verein, auch online, sehr intensiv diskutiert worden, was für die Karnevalssaison machbar sei. Man habe sich schließlich dazu entschlossen, alle Hallenauftritte abzusagen. „Es wäre Wahnsinn, wenn wir jetzt eine Kampagne starten. Das Geld kann man sich sparen“, sagt Christl. Deswegen habe man einen Cut gemacht. Wie mit den anderen Veranstaltungen, wie der Rosenmontagsumzug, verfahren wird, sei noch offen.

„Karneval, wie wir es kennen, wird nicht mehr stattfinden“, sagt auch Antje Rintsch-Koch, Vorsitzende des Karnevalsvereins Hessisch Lichtenau. „1000 Leute im Bürgerhaus funktioniert nicht.“ Gleichzeitig sehe Rintsch-Koch es aber auch wie Bernd Stelter, der sagte, dass man Karneval nicht absagen könne, weil es Teil des Kalenders sei. „Ostern kann man ja auch nicht einfach absagen, aber wir müssen jetzt Alternativen finden.“

Die erste Sitzung im November, die Proklamation des Prinzenpaars, habe der Verein bereits abgesagt. „Wir haben im Verein Mitte Juni darüber gesprochen und gesagt, dass wir es auf uns zukommen lassen müssen“, sagt Rintsch-Koch. Das sehe sie jetzt noch genauso. Demnächst endet die Sommerpause, dann werde man schauen, welche Alternativen es gibt, etwa die Begrenzung auf Vereinsinterne. (Evelyn Paul)

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