Lebensgefährlich verletzt

Frontalkollision: Fahrer aus Auto geschleudert – Busfahrer wird Ersthelfer

Bei einem Unfall nahe Retterode wurde am Dienstag ein Mann durch die Seitentür seines Wagens geschleudert und lebensgefährlich verletzt.

Retterode. Als Ralf Wenzel mit seinem Bus der Linie 400 am Dienstag gegen elf Uhr Richtung Spangenberg fuhr, bot sich dem 57-Jährigen ein Bild des Schreckens.

Auf der Bundesstraße B 487 Zwischen Retterode und Schnellrode hatte sich kurz zuvor ein Unfall mit zwei Autos ereignet, ein Verletzter lag stark blutend an der Leitplanke.

Als langjähriger Rettungsassistent fackelte der Busfahrer aus Fritzlar nicht lange und lief zu dem Verletzten, einem 44-Jährigen aus Hessisch Lichtenau. Dieser habe bereits nicht mehr geatmet, berichtete Wenzel später. Der Ersthelfer überstreckte kurzentschlossen den Kopf des Verletzten und beendete so nach eigenen Angaben den Atemstillstand.

Nach der Erstversorgung durch eilig herbeigerufene

Aktualisiert um 15.48 Uhr

 Rettungskräfte wurde der lebensgefährlich verletzte 44-Jährige mit dem Hubschrauber ins Klinikum nach Kassel geflogen. Über seinen Zustand ist derzeit nichts bekannt.

Der Unfallfahrer war zuvor gegen 10.30 Uhr nach Polizeiangaben zu schnell unterwegs gewesen. Etwa 500 Meter vor der Walbachsmühle kam er mit seinem Wagen auf der nassen, kurvenreichen Strecke ins Schleudern. Sein Auto drehte sich um die eigene Achse und stieß dabei mit dem Wagen eines 72-jährigen Mannes aus Guxhagen zusammen, der aus Richtung Retterode kam.

Unfall bei Retterode: Fahrer lebensgefährlich verletzt

Dass er sich nicht angeschnallt hatte, wurde dem 44-jährigen Unfallverursacher zum Verhängnis: Er wurde an seinem beschädigten Beifahrersitz vorbei durch die Seitentür aus dem Auto und gegen die Leitplanke geschleudert.

Der Guxhagener und seine Beifahrerin wurden durch die Kollision ebenfalls verletzt und standen offenbar unter Schock. Bis die Rettungskräfte eintrafen, kümmerte sich eine Pflegehelferin um die beiden. Die junge Frau hatte zufällig als Fahrgast im Linienbus gesessen und habe ebenfalls beherzt geholfen, berichtet Busfahrer Ralf Wenzel.

Die Bundesstraße 487 musste während der Bergungsarbeiten bis 13 Uhr voll gesperrt werden, der Verkehr staute sich daher. Die Polizei zog einen Sachverständigen hinzu, der die Unfallstelle untersuchte. Der Sachschaden wird von der Polizei auf 10.000 Euro geschätzt. (zlr/fst/kbr)

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