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Neues Hotel für Bad Sooden-Allendorf?

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Von: Stefan Forbert

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Die Rasenfläche zwischen dem Geriatrie-Zentrum Rhenanus (ganz links im Hintergrund erkennbar) und der Werratal-Therme (rechts), in der Mitte hinten ist das Kurmittelhaus zu sehen.
Sinnvoller Standort: Die Rasenfläche zwischen dem Geriatrie-Zentrum Rhenanus (ganz links im Hintergrund erkennbar) und der Werratal-Therme (rechts) wird von Projektentwickler Robert Klingseis als erfolgversprechendster Standort für ein neues Hotel – möglichst mit Verbindung zum Kurmittelhaus (Mitte) angesehen. © Stefan Forbert

Die im Herbst 2020 erstmals überlegte Idee, dass im Kurbereich von Sooden oder möglichst nahe daran ein neues Hotel mit möglichst vielen Betten zur Verfügung stehen sollte, könnte Realität werden. Zumindest ist eine erste Voraussetzung dafür vorhanden, ein wichtiger weiterer Schritt liegt jetzt in den Händen der Stadtverordneten.

Bad Sooden-Allendorf – Ein Projektentwickler – die Bühnenbild Hotel Holding GmbH (Berlin) – hat sich bei der Stadt gemeldet und bietet an, ein Hotel der gehobenen Kategorie bauen und dauerhaft betreiben zu lassen.

Zunächst wolle er sich um einen professionellen Betreiber bemühen, dessen Vorstellungen über die Gestaltung des Hotels mit einfließen soll, erläuterte Bühnenbild-Geschäftsführer Robert Klingseis am Donnerstagabend im Bauausschuss des Stadtparlaments. Das Hotel könnte, da der Projektentwickler mit einer auf Modulbau spezialisierter Baufirma als Generalunternehmer zusammenarbeitet, innerhalb von acht Monaten fertiggestellt sein. Auch Lärm und Verschmutzungen durch den Bau entstünden vergleichsweise wenig.

Die Chance, einen Hotelbetreiber zu finden, sieht Klingseis („Es muss schon ein herausragendes Grundstück sein“) am ehesten an dem Standort zwischen der Werratal-Therme und dem Geriatrie-Zentrum Rhenanus – mit einem direkten Zugang zum Kurmittelhaus. Die rund 2600 Quadratmeter große Grünfläche biete die Möglichkeit, dass die Hotelgäste die Therme und eventuell auch Angebote im Kurmittelhaus über einen sogenannten Bademantelgang direkt erreichen können.

Bevor Klingseis aber auf die Suche nach einem professionellen Betreiber des Hotels geht, möchte er grünes Licht von der Stadt haben, den Standort neben der Therme dafür bewerben zu können.

Es bedürfe eines Grundsatzbeschlusses des Stadtparlaments, erklärte Bürgermeister Frank Hix (CDU). Wirtschaftsförderung Werra-Meißner und die Kur-AöR hätten schon 2020 gesagt, die Badestadt bräuchte dringend ein Hotel dieser Größe, selbst wenn das geschlossene Kurparkhotel mit neuem Konzept wieder öffnet. Durch die Nähe des Hotelstandorts würden sich der Beherbergungsbetrieb und die Therme gegenseitig bereichern.

Im Bauausschuss kam man zunächst überein, die Pläne in den Fraktionen zu beraten und dann erneut zusammenzukommen – dann am besten direkt an dem favorisierten Standort.

Vorläufige Planung des Hotels: Zimmer auf drei Geschossen

Das Hotel an der Therme hätte nach den ersten Vorstellungen des Projektentwicklers und seines Architekten drei Geschoss, damit es das benachbarte Gebäude des Geriatrie-Zentrums Rhenanus nicht dominiert. Geplant ist es zunächst einmal im Segment der Ferienhotels mit 114 Zimmern zur Doppel- oder Einzelbelegung, einschließlich Familienzimmer und Juniorsuiten. Es soll auch behindertengerechte Zimmer geben. Denkbar sei, die Kapazität durch ein Staffelgeschoss um weitere 20 bis 25 Zimmer zu erweitern.

Der Neubau soll als moderner Komplex mit viel Glas- und Holzfassaden wahrgenommen werden, der der Umgebung angepasst seien und auch noch Platz für Grünflächen ließe. Wobei die Gestaltung des Gebäudes letztlich offen sei und den Vorgaben der Stadt Rechnung tragen würde, wie Projektentwickler Robert Klingseis versicherte.  (sff)

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