Führungen durch die Badestadt

15.000 führten sie durch Bad Sooden-Allendorf

Bad Sooden-Allendorf. Die ehrenamtlichen Stadtführer in Bad Sooden-Allendorf begrüßten kürzlich den 15.000 Gast - mit Trompetenklängen und Geschenken.

Das hätten sich Helmut und Marion Paul auch nicht träumen lassen, als sie vom Rhein zu einem Kurzurlaub an die Werra aufbrachen. Das Ehepaar aus Berghain bei Köln übersprang die Hürde von 15.000 Teilnehmern an der historischen Stadtführung „Allendorf bei Nacht“ und wurde wie die anderen 50 Gäste am Dienstagabend im Schatten des Diebesturmes mit Trompetenklängen begrüßt.

Mittelalterlich gewandet, machten Salzbeamter (Gerhard Rademacher), Stadtschreiber (Werner Voß), Sälzerin (Ursula Rademacher), Fischer (Uwe Friederich), Nachtwächter (Heribert Friese) und Türmer (Uwe Kanngießer) dem geschichtlich interessierten Publikum ihre Aufwartung. Mit dabei auch Bürgermeister Frank Hix, der die monatlichen Stadtführungen als „eine einzige Erfolgsgeschichte“ bezeichnete. „Ihr könntet das glatt hauptberuflich machen“, meinte Hix in Anspielung auf die hohe Teilnehmerzahl an die Adresse der Stadtführer und dankte für so viel ehrenamtliches Engagement.

Führungen finden bei jedem Wetter statt

Quasi als „Jubiläumspaar“ erhielten Marion und Helmut Paul Gutscheine für den Besuch von Werratal-Therme und Salzgrotte und als Buchgeschenk eine illustrierte Chronik über Allendorf. Vergeben wurden auch ein zweiter und ein dritter Preis. Über ein Bild vom Söder Tor und ein Salzsäckchen beziehungsweise eine Allendorf-Tasse und eine Flasche Sole freuten sich die Kurgäste Kerstin Trostdorf aus Mechterstädt bei Eisenach und Ilse Becker aus dem südhessischen Rodgau.

„Allendorf bei Nacht“ ist eine Untergruppe des Vereins für Heimatkunde und führt, ob’s stürmt oder schneit, an jedem zweiten Dienstag im Monat Besuchergruppen durch das mittelalterlich geprägte Fachwerkstädtchen. Auf einem zweistündigen Rundgang im Allendorfer Stadtkern erfahren die Teilnehmer an markanten Punkten Historisches aus erster Hand. Auch bei Einheimischen und Besuchern aus der näheren Umgebung erfreut sich dieses kulturelle Highlight seit nunmehr 13 Jahren großer Beliebtheit.

500 Kilometer auf Schusters Rappen

Inklusive Sonderveranstaltungen machen sich die Stadtführer im Schnitt zwanzigmal pro Jahr auf den zwei Kilometer langen Weg und haben auf diese Weise bis jetzt deutlich mehr als 500 Kilometer auf Schusters Rappen zurückgelegt.

Regelmäßig gibt es am Ende einen mittelalterlichen Schmaus im Ratskeller. Der Reinerlös kommt immer gemeinnützigen Zwecken zugute, weshalb die Gruppe vor zwei Jahren mit dem Bürgerpreis der Stadt Bad Sooden-Allendorf ausgezeichnet worden ist.

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