Zahlreiche Zuschauer in Bad Sooden-Allendorf

18-Tonnen-Fertighaus schwebte in luftiger Höhe

Ungewöhnliches Schauspiel: Ein Wohnmodul von 14,5 mal 14 Meter wurde in Bad Sooden-Allendorf angeliefert und per Schwerlastkran innerhalb kürzester Zeit zentimetergenau auf den vorgesehenen Platz bugsiert. Fotos: Ulbrich

Zahlreiche Zuschauer waren beeindruckt, als in Bad Sooden-Allendorf ein 18 Tonnen schweres Fertighaus mit einem Kran angehoben und zentimetergenau auf seinen Platz bugsiert wurde.

Ein wenig erinnerte die Szenerie am gestrigen Morgen im Kurgebiet an der Soodener Hardtstraße an den Trubel auf einem Jahrmarkt: Dutzende Schaulustige verfolgten das zugegebenermaßen ungewöhnliche Treiben, als ein schwerer Spezialkran ein komplettes Haus am Haken hatte. Nachdem das 14 mal vier Meter große Wohnmodul erst in luftiger Höhe schwebte, war es nur knapp 20 Minuten später zentimetergenau auf die Fundamentstützen des Grundstückes gesetzt.

Verantwortlich für die nicht alltägliche Situation unweit der Sonnenberg- und Klinik Hoher Meißner ist Udo Rahnenführer. Der 59-Jährige ist der Besitzer des Wohnmoduls und möchte in Kürze darin Feriengäste begrüßen, die mit oder ohne Familie die Aussicht ins Werratal genießen.

Eine Villa Kunterbunt

Der Name des Projekts ist ebenso klangvoll wie ungewöhnlich – genau wie die Entstehungsgeschichte der „Villa Kunterbunt“. Als Kurgast war der Bad Oeynhäuser einst zu Gast in einer Soodener Klinik. Nicht nur die Behandlung, auch die schöne Landschaft reizten ihn – und so kaufte er kurze Zeit später ein Haus an der Hardtstraße. Doch dann die böse Überraschung: Der Hausschwamm hatte dem alten Gebäude so zugesetzt, dass eine Sanierung nicht infrage kam. Etwas später entstand der Kontakt zur Firma Smart House aus Löhne, und so auch die Idee, ein Wohnmodul als Ferienanlage anzubieten.

Das größte Einzelmodul der Firma bietet 50 Quadratmeter Wohnfläche, ist komplett aus Holz aus nachhaltiger Produktion und kostet schlüsselfertig 78 000 Euro, wie Stefanie Walter von der Marketingabteilung mitteilte.

Das relativ niedrige Gewicht von circa 18 Tonnen und die Modulbauweise biete mehrere Vorteile: Einerseits sei weder eine längerfristige Baustelle und -überwachung nötig, andererseits könne jedes Modul erweitert und später komplett wieder an anderer Stelle aufgebaut werden.

18-Tonnen-Fertighaus schwebte in luftiger Höhe

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