Ein Haus auf Rädern

45 Fahrer amerikanischer Mobilhomes trafen sich in Badestadt

Fast wie ein richtiges Zuhause: Manfred Borges und seine Frau Petra fühlen sich in ihrem 40 Jahre alten GMC-Motorhome pudelwohl.

Bad Sooden-Allendorf. Einiges zu sehen und zu staunen gab es am Pfingstwochenende auf dem Bad Sooden-Allendorfer Wohnmobilstellplatz, wo sich 45 Fahrer amerikanischer Motorhomes bei einem viertägigen Treffen ein Stelldichein gaben.

Motorhomes zeichnen sich aus durch ihre Größe, ihre Exklusivität und den im Gegensatz zu vergleichbaren europäischen Wohnmobilen geringen Anschaffungspreis. „So ein Motorhome kann so groß sein wie ein Reisebus, bis zu 18 Tonnen wiegen und 500.000 Dollar kosten“, sagt Rudi Beushausen, der das Treffen organisiert hat. Ein europäisches Fahrzeug dieser Größenordnung würde bis zu einer Million Euro kosten.

Daten, über die Manfred Borges nur schmunzeln kann. Seit 26 Jahren fährt er ein GMC-Motorhome „Eleganza II“, Baujahr 1977. „Das ist ein absoluter Klassiker und das erste Motorhome überhaupt, das komplett von einer Firma gebaut wurde“, sagt der 75-jährige Hannoveraner. Der Neupreis seines „Knusperhäuschens“, wie er es liebevoll nennt und das nur 13.000-mal gebaut wurde, habe seinerzeit immerhin bei 200.000 Mark gelegen. Dafür bekam man ein komplett aus Aluminium gefertigtes Fahrzeug mit charakteristischer Linienführung, einem Schlaf- und Badezimmer, einer komplett eingerichteten Küche sowie einem Wohnbereich mit zwei Sofas und Fernseher. Angetrieben wird der GMC von einem Acht-Zylinder-Motor mit 7,4 Litern Hubraum und 330 Pferdestärken. „Am Anfang hatte ich einige Probleme mit der Maschine, aber seit 25 Jahren läuft sie wie ein Uhrwerk“, sagt Borges, der zusammen mit seiner Frau überwiegend in Deutschland unterwegs ist. Ein Motorhome zu fahren sei für ihn eine Lebenseinstellung. „Es ist einfach anders als das, was sonst so auf den Straßen unterwegs ist“, sagt er. Dass sein „Haus auf Rädern“ mit viel Plüsch und Schnickschnack ausgestattet ist, stört ihn nicht. „Ich mag es sogar und finde das gemütlich“, sagt der 75-Jährige.

Bis zu 500 000 Dollar kostet ein solches Motorhome, von denen gleich mehrere beim Treffen in Bad Sooden-Allendorf zu bewundern waren. Fotos:  Schröter

„So viele imposante Gefährte auf einmal zu sehen ist echt faszinierend“, sagte Bürgermeister Frank Hix, der dem Treffen zusammen mit Petra Jathe (Frau Holle) einen Besuch abstattete. Dabei erntete er ein dickes Lob vom Organisator. „Besser als hier in Bad Sooden-Allendorf könnte es gar nicht sein“, betonte Rudi Beushausen. Nicht nur dass alle vorher seitens der Stadtverwaltung gemachten Zusagen eingehalten und man überaus herzlich empfangen worden sei. „Die Stadt mit ihren kurzen Wegen ist überdies einfach zauberhaft und der zentral gelegene Wohnmobilplatz bietet alles, was sich ein Motorhome-Fahrer nur wünschen kann“, so Beushausen, der sich gut vorstellen könnte, das Treffen in der Badestadt irgendwann zu wiederholen.

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