Bad Sooden-Allendorfer Projekt

Imker aus Hessen spenden Honig für Bedürftige

Freude bei der Übergabe: Landesverbandsvorsitzender Manfred Ritz (von links), Heidi Meister, Honigkönigin Theresa (31) aus Wanfried, Evelyn Wachsmuth und Bernd Neumann, Vorsitzender der Badestädter Imker.
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Freude bei der Übergabe: Landesverbandsvorsitzender Manfred Ritz (von links), Heidi Meister, Honigkönigin Theresa (31) aus Wanfried, Evelyn Wachsmuth und Bernd Neumann, Vorsitzender der Badestädter Imker.

Bad Sooden-Allendorf – Vorweihnachtliche Überraschung: Hessens Imker haben in der Badestadt 65 Kilogramm Honig der besten Qualität hinterlassen.

Die süßen Gaben sind ein Geschenk des Landesverbandes für das Projekt „Gemeinsam gegen Not“, das während der andauernden Corona-Krise aus der Taufe gehoben worden war, um in der Kurstadt Bedürftige mit Lebensmitteln zu versorgen.

Die großzügige Geste war am Sonntag im Kultur- und Kongresszentrum der finale Höhepunkt des 13. Honigtages der hessischen Bienenzüchter, zu dem der Landesvorsitzende Manfred Ritz aus dem osthessischen Burghaun geballte Prominenz aus allen politischen Ebenen begrüßen konnte.

Im Namen ihrer Schützlinge dankten Heidi Meister und Evelyn Wachsmuth für 130 Gläser mit dem süßen Inhalt. „Damit werden wir eine Weile auskommen“, sagten die beiden. Aktuell versorgten sie an jedem Donnerstag 35 Menschen mit Lebensmitteln.

Grund zur Freude hatte auch Lothar Wehner. Der 64-Jährige aus Sontra, der seit 30 Jahren an der Spitze des örtlichen Imkervereins steht, war unter sechs Kollegen aus dem Werra-Meißner-Kreis einziger Preisträger bei der Honigprämierung.

Für sein Qualitätserzeugnis wurde er mit der Silbermedaille des deutschen Imkerverbandes ausgezeichnet. Jedes seiner insgesamt 20 Bienenvölker produziere jährlich im Schnitt 35 Kilogramm Honig. Um ein Glas dieses süßen Brotaufstrichs herzustellen, müssten die fleißigen Fluginsekten eine Distanz zurücklegen, die der dreifachen Erdumrundung entspreche, hatte zuvor Ursel Friedl als Frau Holle verkleidet beim Willkommensgruß die Gäste wissen lassen.

Die Honigprämierung stand im Mittelpunkt des Landesverbandstages. Wegen des nasskalten Frühjahrs waren diesmal nur 63 Lose – sprich: je drei Gläser eines Bienenvolkes – zur Begutachtung eingereicht worden. Im Vorjahr waren es exakt 200 gewesen.

Gelitten unter der Witterung hätten vor allem die Bienen der südhessischen Imker. 65 Prozent von ihnen hätten überhaupt keinen Honig schleudern können, sagte Verbandschef Manfred Ritz über eine weit unterdurchschnittliche Ernte. Dagegen seien in Nordhessen nur 13 Prozent der Bienenzüchter betroffen gewesen. Als „wichtige Partner der Imker“ hob Ritz die Landwirte hervor, die zunehmend Blühflächen für die Bienen zur Verfügung stellten.

So verfahre auch die Stadt Bad Sooden-Allendorf, die schon seit Jahren zum Schutz der Bienen auf Chemie verzichte, sagte Bürgermeister Frank Hix. Er dankte besonders den örtlichen Imkern mit Bernd Neumann an der Spitze für eine „hervorragende Jugendarbeit“, die mit David Ferderer unter den Jungimkern sogar einen Weltmeister hervorgebracht habe.

Grüße überbrachten auch Kreisbeigeordneter Peter Schill, Landtagsabgeordneter Knut John sowie Staatsminister und Bundestagsabgeordneter Michael Roth. (von Chris Cortis)

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