Ähnlichkeit mit Affengott: „Maddin“ Schneider macht mit Publikum Kursus in „Babbelyoga“

„Meister Maddin“: So tritt Comedian Martin „Maddin“ Schneider am 17. März in Bad Sooden-Allendorf auf. Foto: privat

Bad Sooden-Allendorf. Als „Meister Maddin" tritt der Comedian Martin „Maddin" Schneider am Freitag, 17. März, in Bad Sooden-Allendorf auf. Dazu wollten wir von „Mister Aschebäsche" noch ein paar Hintergründe wissen:

Herr Schneider, Sie sprechen den sogenannten hessischen Dialekt. Der nordhessische geht aber ganz anders. Glauben Sie, dass das Publikum in Bad Sooden-Allendorf Sie überhaupt versteht, oder bringen Sie einen Dolmetscher mit? 

Maddin Schneider: Keine Angst - ich mache ja mit dem Publikum einen Kurs in „Babbelyoga“. Die Nordhessen werden also von mir persönlich eingewiesen in das weiche, hingebungsvolle und erotische Babbele.

Sie wollen bei Ihrem Auftritt praktische Lebenshilfe und Lifestyle-Tipps geben. Sie sind dafür eigentlich ausgebildet? 

Schneider: In erster Linie möchte ich die Menschen natürlich zum Lachen bringen; das ist ja schon mal eine sehr effektive Art von Wellness. Aber, stimmt: Ich habe so manch hessisch-asiatische Lebensweisheit eingebaut in meinem Programm, sowie praktische Tipps und Übungen, die auf langjährigen Erfahrungen als „Bühnenschamane“ beruhen.

Sie wollen die uralte Weisheit Indiens mit uraltem Wissen aus Hessen verbinden. Haben Sie sich in Indien schlau gemacht? 

Schneider: Schon immer habe ich mich für Kulturen und Religionen anderer Länder interessiert. Auf einer Treckingreise im Himalaya durfte ich auch hinduistische Sadhus (Wandermönche) kennenlernen. Einer meinte sogar, ich hätte - rein äußerlich! - Ähnlichkeit mit dem Affengott Hanuman.

In Ihrem Programm „Meister Maddin“ wollen Sie erläutern, warum Buddha auch ein Hesse hätte sein können. Verraten Sie uns schon ein wenig? 

Schneider: So manch hessisches Sprichwort erinnert an buddhistische Merksätze. Meine Oma sagte immer: Bevor ich mich aufreg’, is mir’s egal!

Kann es sein, dass Sie Chakras nicht ganz ernst nehmen? 

Schneider: Ich versuche, alles im Leben nicht zu ernst zu nehmen. Wenn man die Dinge zu ernst nimmt, wird man verkrampft und sorgenvoll.

Man kennt Sie auf der Bühne als notorischen Babbler, was auf nordhessisch übrigens Schwätzer heißt. Wie sind Sie so privat, hat Ihre Frau eine Chance, auch mal etwas zu sagen? 

Schneider: Privat bin ich eher ein sehr ruhiger Geselle. Ich habe den Eindruck, Frauen schätzen mich privat als guten Zuhörer. Aber ich gebe auch ab und zu mal außerhalb der Bühne etwas von mir.

Service:
Martin Schneider präsentiert „Meister Maddin“ am Freitag, 17. März, ab 19.30 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum Bad Sooden-Allendorf. Karten gibt es unter anderem im Vorverkauf für 23 Euro in der Tourist-Information, Landgraf-Philipp-Platz, Tel. 0 56 52 / 9 58 70, in der HNA-Geschäftsstelle Witzenhausen, Walburger Straße (mit HNA-Abo-Card für 21 Euro!) sowie über alle Reservix-Vorverkaufsstellen. An der Abendkasse kosten die Karten später 26 Euro.

Zur Person: 

Martin Schneider (52) - meist nur „Maddin“ genannt - wurde in Bad Homburg geboren und wuchs in Burgholzhausen auf, einem Ortsteil von Friedrichsdorf. Mittlerweile lebt er in Wetter-Treisbach (Landkreis Marburg-Biedenkopf). Zunächst absolvierte der Comedian und Schauspieler ein Praktikum beim Hessischen Rundfunk und machte dort erste kabarettistische Versuche. 1990 erfolgte sein erstes Bühnenengagement. Ab 1992 trat er im Quatsch Comedy Club auf, der damals noch ein Theater in Hamburg war. Später war Schneider auch in verschiedenen Fernsehsendungen, seit 2004 ist er fester Bestandteil der Sat1-Comedyshow „Schillerstraße“. Außerdem spielte er den Zwerg Speedy in dem Kinofilm „7 Zwerge“ von Otto Waalkes. Die gedehnt ausgesprochenen und eigenwillig betonten Laute sind eine Karikierung des Dialekts und des hessischen Idioms. „Aschebeschä“ (mit stimmhaftem „sch“ für: Aschenbecher) ist auch durch Schneider zum geflügelten Wort geworden. Seine äußeren Markenzeichen sind seine besonders ausgeprägte Gesichtsform und Mundwerk. (sff)

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