Ehrenamtlicher Einsatz

Allendorfs Jugendliche beseitigen Vandalismus-Schäden

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Ersparten der Stadt viel Geld: Bis zu 20 Jugendliche beseitigten am Samstag die Farbschmierereien - hier (von links) Luisa, Elena (halb verdeckt), als dankbarer Beobachter Bürgermeister Frank Hix mit Sohn Maximus, Jugendzentrums-Leiter Bernd Bürger, Jannik, Noah, Calvin, Robyn und (hockend) Lukas.

Bad Sooden-Allendorf. In einer laut Bürgermeister Frank Hix „beispielhaften Aktion“ haben Jugendliche aus Bad Sooden-Allendorf Spuren von Vandalismus beseitigt, die kurz vor und während der Sommerferien für einige Aufregung gesorgt hatten.

In wechselnder Beteiligung schritten am Samstag bis zu 20 junge Leute zur Tat, um mit Pinsel und Farbe Graffiti-Schmierereien an verschiedenen öffentlichen Gebäuden im Umfeld der Rhenanus-Schule zu eliminieren.

Aufgerufen zu dem freiwilligen Arbeitseinsatz hatte der im Frühjahr gegründete Jugendrat der Stadt. Dessen Sprecher Lukas Lewetz freute sich über den großen Zuspruch zu dieser Aktion, mit der man nicht nur die finanziell klamme Stadt habe entlasten, sondern auch ein Zeichen dafür setzen wolle, dass man eben nicht „die Jugend“ über einen Kamm scheren dürfe, wie das häufig reflexartig geschehe. Solche Pauschalurteile seien wenig hilfreich für ein gutes Miteinander der Generationen. Zugleich richtete Lewetz einen eindringlichen Appell an die Vernunft, schädliches Tun zu unterlassen. Das sei auch im Interesse der Täter, die – falls sie dingfest gemacht würden – möglicherweise mit erheblichen finanziellen Konsequenzen rechnen müssten.

Von den Graffiti- zum Teil großflächig betroffen waren das Jugendzentrum, das benachbarte Bootshaus und die Wassertretstelle am Scheidrasen sowie die Aula der Rhenanus-Schule, der dazu gehörige Parkplatz und ein Überlaufbecken im Stadtgraben.

Verunreinigt wurden laut Hix Flächen in einer Größenordnung von „mehreren hundert Qaudratmetern“. Sie durch Handwerksbetriebe zu säubern, hätte „geschätzt mehrere tausend Euro“ gekostet, zeigte sich der Bürgermeister „zutiefst dankbar“ für den Einsatz der jungen Leute im Alter von 13 bis 18 Jahren. Sie leisteten am Samstag zusammen deutlich mehr als 100 Arbeitsstunden. Als Lohn für die Mühe stiftete die Stadt den Helfern Grillgut und kühle Getränke. 

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