Ort braucht Platz für neues Fahrzeug

Anbau ans Feuerwehr-Gerätehaus von Orferode kostet 100.000 Euro

Das Gerätehaus in Orferode
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Zu klein für ein neues Feuerwehrfahrzeug: Das Gerätehaus in Orferode braucht einen Anbau.

100.000 Euro kostet ein Anbau an das Feuerwehrgerätehaus in Orferode, der nach dem Entwurf des Haushaltsplans der Stadt Bad Sooden-Allendorf noch in diesem Jahr realisiert werden soll.

Orferode – Das gab Ortsvorsteher Jochen Ullrich in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates bekannt. Voraussetzung: Das neu gewählte Stadtparlament stimmt dem Etat zu. Für den Stadtteil ist der sechsstellige Betrag dickster Brocken in dem Zahlenwerk. Nötig sei der Anbau auf einer Freifläche, weil die Garage des Gerätehauses zu niedrig sei, um ein erwartetes neues Feuerwehrfahrzeug unterzubringen. Das soll jenes Tragkraftspritzenfahrzeug ersetzen, das sich vor Jahren bei einem Einsatz in Dudenrode selbstständig gemacht habe, einen Hang heruntergerollt und gegen einen Baum geprallt sei, berichtete Ullrich. Derzeit müssten sich die Brandschützer noch mit einem geliehenden, älteren Fahrzeug begnügen.

Im Etatentwurf ebenfalls eingestellt sind laut dem Ortsvorsteher 80.000 Euro zur Erneuerung der im Asphalt mit Schlaglöchern übersäten Busschleife. Sie soll möglicherweise gepflastert werden und durch Beseitigung der Bordsteinkante einen barrierefreien Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus erlauben. Zudem sei ein kleinerer Betrag vorgesehen für eine neue Laterne in der nur unzureichend ausgeleuchteten Straße „Auf dem Rain“.

Behörden machen Weg für Baugebiet frei

In seiner Sitzung befasste sich das fünfköpfige Gremium auch mit dem bereits erschlossenen Baugebiet „Vor den Wetten“, das vor Kurzem für Aufsehen sorgte, weil Dorfbewohner sich aus Gründen des Naturschutzes gegen eine weitere Bebauung ausgesprochen hatten. Bei einem Ortstermin im vergangenen Monat hätten jedoch Untere und Obere Naturschutzbehörde grünes Licht gegeben unter der Voraussetzung, dass zum Erhalt des Magerrasens oberhalb der Baugrundstücke die etwa 6000 Quadratmeter große Fläche durch Schafe und Ziegen beweidet und so aufgewertet werde.

Die Behörden, so Ullrich, hätten auch erlaubt, dass auch künftig das Osterfeuer auf einer Teilfläche nahe dem Lindenrondell als höchstem Punkt dieses Areals stattfinden könne. Dort sei der Magerrasen nämlich inzwischen verschwunden. Die Hecken um den Brandort müssten zurückgeschnitten werden, um eine Störung und Schädigungen in der Brut- und Setzzeit zu vermeiden.

Ehrung für verdiente Ehrenamtliche

Zu Beginn der Sitzung hatte der Ortsvorsteher zwei verdiente ehrenamtliche Kräfte verabschiedet: Bärbel Flügel hatte 15 Jahre lang das DGH betreut, sie regelte die Vermietung und erledigte die Reinigung. Heide Heine kümmerte sich sogar „mindestens 40 Jahre lang“ um die Grill- und Freizeitanlage, räumte auf und hielt sie sauber. Beide Frauen ehrte der Ortsbeirat mit Einkaufsgutscheinen und süßen Gaben.

Mit dem Ende der Legislaturperiode verabschiedet sich auch Ortsvorsteher Ullrich: Der Vollerwerbslandwirt (48) will nach zehn Jahren im Amt „jetzt mehr Zeit für meine Familie und meinen Betrieb“ haben. Denn sein Sohn Simon (18), der gerade eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert, kommt erst im nächsten Jahr zurück auf den Hof. Stolz ist Ullrich im Rückblick unter anderem auf den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer bei der Sanierung des DGH und die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, wo Orferode auf Bundesebene die Bronzemedaille erreichte.

Der neue Ortsbeirat konstituiert sich am 28. April. (zcc)

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