Historisches Gebäude ist gesichert

Neues Dach ist fertig: Andreaskapelle in Kleinvach ist wieder wetterfest

Friedhofskapelle ist wieder nutzbar: Mit Pfarrer Dr. Daniel Bormuth (2. von rechts) freuen sich Ortsvorsteher Volker Döhn (von links) sowie die Zimmerer- und Dachdeckermeister Aljoscha und Byron Wardeischke.
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Friedhofskapelle ist wieder nutzbar: Mit Pfarrer Dr. Daniel Bormuth (2. von rechts) freuen sich Ortsvorsteher Volker Döhn (von links) sowie die Zimmerer- und Dachdeckermeister Aljoscha und Byron Wardeischke.

Die Andreaskapelle auf dem Friedhof im Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Kleinvach hat ein neues Dach. Jetzt kann der Segen von oben wieder kommen, ohne dass es in das Gebäude reinregnet.

Kleinvach – Im kleinen Kreis wurde am Freitag die Fertigstellung der Arbeiten gefeiert, die knapp 200.000 Euro verschlungen haben und damit gut 20.000 Euro unter den veranschlagten Kosten geblieben sind, wie der Diplom-Ingenieur und Architekt Aloys Werner als Planer zur allgemeinen Freude feststellte. 160.000 Euro für das Projekt hatte die Stadt in den Haushalt eingesetzt. Jetzt dürfte sie billiger davonkommen, weil aus dem Dorferneuerungsprogramm gut 50.000 Euro bereitgestellt worden waren und die Einwohner des 220-Seelen-Dorfes 12.000 Euro an Spenden aufgebracht hatten.

Weil sie selbst aus Kleinvach stammen, haben Aljoscha und Byron Wardeischke vom Badestädter Zimmerei- und Dachdeckermeistergeschäft auch Herzblut in ihre Arbeiten investiert, die sich mit Unterbrechungen über sechs Monate hingezogen haben.

Drei Jahre lang war laut Soodens Pfarrer Dr. Daniel Bormuth die Friedhofskapelle nicht zu nutzen, weil wegen des undichten Dachs die Balken des Dachstuhls verfault waren. Selbst die Glocke im kleinen Turm musste stumm bleiben, um weitere Schäden zu verhindern. Deshalb hätten vor den Beerdigungen die Trauerfeiern stets rund zwei Kilometer entfernt vom Friedhof in der St. Michaelis-Kirche in der Dorfmitte stattfinden müssen, berichtet Bormuth, der als Seelsorger Kleinvach betreut.

Die Andreaskapelle war vor 356 Jahren von dem Hauptmann Fritz von Hombergk zu Vach errichtet worden und diente dem Ort Wettingendorf als Pfarrkirche, bevor die Siedlung aufgegeben wurde. Im Beisein von Mitgliedern des Kirchenvorstands sowie von Vertretern des Magistrats und des Stadtparlaments erklärte Bürgermeister Frank Hix, er betrachte es als Verpflichtung der Stadt, das kulturhistorische Gebäude zu erhalten. Zugleich bedauerte er, dass die Denkmalpflege keine finanzielle Unterstützung geleistet habe. Grußworte überbrachte auch Ortsvorsteher Volker Döhn.  (zcc)

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