Im Wasser Gesundheit tanken

Aquafitness will sich gegenüber dem Leistungssport etablieren

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Wasser als Gesundheitsspender: Ehrenamtlich leitet in Bad Sooden-Allendorf Petra Berlin- Schidlack ihre Schützlinge zu Aquafitness-Übungen an. 

Edelmetall für diese Art der sportlichen Betätigung dürfte es so bald vermutlich nicht geben. Aber als Sportart neben dem Leistungssport weiter etablieren will der hessische Schwimmverband die Aquafitness, wie kurz die angeleitete Bewegung von Menschen im Wasser bezeichnet wird.

Das ist das Ergebnis eines zweitägigen Symposiums unter dem Titel „Aquafitness goes Olympia“ in Bad Sooden-Allendorf.

Veranstalter in der Kurstadt waren neben dem Verband auch der Verein Pro Gesundheit Bad Sooden-Allendorf und die ortsansässige Diploma-Hochschule, die nach Angaben ihrer Präsidentin und Schirmherrin Prof. Dr. Michaela Zilling die Erfahrungen mit Aquafitness auf Bachelor- und Masterebene wissenschaftlich untermauern möchte.

Die Körperbewegungen im Wasser seien aus der gesundheitlichen Eigenvorsorge wie aus der medizinischen Therapie und Rehabilitation heute kaum noch wegzudenken, unterstrich der Studiendekan für Physiotherapie und Medizinalfachberufe an der Diploma, Professor Dr. Christoph Egner. Sowohl als Nahrungsmittel wie auch als Bewegungsraum sei das Wasser die Wiege allen Lebens, stellte Egner fest und verwies unter anderem auf Pfarrer Sebastian Kneipp, der die auch vorher schon angewandten Wasserkuren Mitte des 19. Jahrhunderts erst populär gemacht habe.

Als Ziel formulierten die Teilnehmer des Symposiums, getreu dem olympischen Gedanken „Dabeisein ist allles“ die Themen Gesundheit, Sport und soziales Engagement bundesweit nachhaltig zu verknüpfen. Gedacht sei am Ende auch an Wettbewerbe. Zuvor müssten die verschiedenen Formen der Aquafitness standardisiert werden.

Als kreisweit einziger Sportverein, so Claus-Dieter Schidlack als Leiter der Schwimmabteilung, biete die Turn- und Sportgemeinde Bad Sooden-Allendorf die Bewegungsübungen im Wasser an, mittlerweile im zehnten Jahr und in einem Radius von rund 20 Kilometern. Die jeweils maximal 15 Teilnehmer in mehreren Kursen treffen sich regelmäßig im angemieteten Hallenbad der Balzerbornkliniken in Sooden. Als gesundheitliche Präventionsmaßnahme seien diese Kurse von allen gesetzlichen Krankenkassen anerkannt, die deswegen auch bis zu 80 Prozent der Kosten erstatteten.

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