Bad Sooden-Allendorf: Nachfolge für Kurdirektorin gesucht

Der Chefsessel in der Kurverwaltung in Bad Sooden-Allendorf ist begehrt

Führen aktuell die Geschicke der Tourismus- und Kuranstalt: die Eheleute Lutz (von rechts) und Edith Müller als Notvorstand und der stellvertretende Vorsitzende Patrick Gerlach.
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Führen aktuell die Geschicke der Tourismus- und Kuranstalt: die Eheleute Lutz (von rechts) und Edith Müller als Notvorstand und der stellvertretende Vorsitzende Patrick Gerlach.

Die Qual der Wahl haben die Verantwortlichen in Bad Sooden-Allendorf, um die Nachfolge für Kurdirektorin Annette Klingebiel zu regeln, die im Frühjahr ihren Hut genommen hatte.

Bad Sooden-Allendorf – Ohne dass die Gründe dafür publik wurden, ging sie nach nur siebenmonatiger Amtszeit.

Offensichtlich stark begehrt ist der Chefsessel in der Kurverwaltung, die seit vergangenem Jahr als Anstalt des öffentlichen Rechts firmiert und dabei Tourismus und Stadtmarketing, Werratal-Therme und städtisches Freibad zusammenfasst.

Auf die bundesweite Ausschreibung der Stelle als Vorsitzender der AöR sind bis zum Ablauf der Frist Ende Juni aus vielen Teilen der Republik insgesamt 14 Bewerbungen und damit doppelt so viele wie bei der Erstausschreibung eingegangen, wie diese Zeitung zuverlässig erfahren hat. Eine Entscheidung soll bis Ende September fallen.

Nachdem zunächst Bürgermeister Frank Hix als Vorsitzender des Verwaltungsrates eingesprungen war, werden die Geschäfte der Anstalt seit Anfang Juni von einem Notvorstand geführt.

Dem gehören an der Spitze die Eheleute Edith (67) und Lutz Müller (73) an, die sich diese Stelle teilen und vor Eintritt in den Ruhestand Leiterin des Ordnungsamtes beziehungsweise in der Finanzverwaltung und zuletzt im Liegenschafts- und im Bauamt tätig waren. In ihrer neuen Funktion sind sie so lange zuständig für Stadtmarketing und Tourismus, bis der Posten der oder des Vorstandsvorsitzenden neu besetzt ist.

Fest installiert und für die Dauer von fünf Jahren gewählt ist bereits der stellvertretende AöR-Vorstandsvorsitzende Patrick Gerlach (36). Der Betriebsleiter der Werratal-Therme, der auch zuständig ist für das städtische Freibad, war vorübergehend schon als Notvorstand eingesetzt gewesen.

Nach dem einmütigen Votum im Verwaltungsrat hat jüngst auch das Stadtparlament der Berufung Gerlachs zugestimmt. Wie berichtet, ist im Wirtschaftsplan der Anstalt für das laufende Jahr ein Defizit von 675 000 Euro ausgewiesen, was zum größten Teil bei der Therme anfällt, die coronabedingt lange geschlossen bleiben musste.

Wegen der Pandemie dürfen das Bad gleichzeitig maximal 160 Gäste besuchen, so dass sich oft Warteschlangen vor der Kasse bilden. Im städtischen Freibad ist die Besucherzahl auf 350 begrenzt. (Von Christoph Cortis)

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