Französisch lehren

France-Mobil zu Gast in Bad Sooden-Allendorf: Aktion soll Schüler motivieren

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France-Mobil animiert zum Mitmachen: die französische Lektorin Jennifer Gava (vorne rechts) mit Schülern der sechsten Klasse in der Rhenanus-Schule. 

Bad Sooden-Allendorf. Bei der Aktion France-Mobil wurde am Dienstag Schülern spielerisch die französische Sprache nähergebracht. Teilgenommen haben die sechsten Klassen. 

„Aujourd’hui on va faire les activités en français“, begrüßte die französische Lektorin Jennifer Gava die Schüler der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf. Übersetzt heißt das: Heute machen wir die Aktivitäten auf Französisch. 

Durch Würfelspiele, Stille-Post auf Französisch und Spiele, bei denen aktuelle Musik aus Frankreich eingesetzt wird, wurden die Schüler zum Mitmachen animiert und lernten neben ersten Vokabeln auch, sich selbst vorzustellen. „Das spielerische Lernen war toll und nicht so trocken“, sagte die 12-jährige Martha Immig. Dieser Meinung war auch die 12-jährige Emma Wassmann: „Wir hatten viel Spaß und man hat trotzdem nebenbei Vokabeln gelernt.“

Organisiert wird die kostenlose Aktion von dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und der Französischen Botschaft/ Institut français Deutschland mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung, Renault Deutschland, dem Deutsch-Französischen Institut Erlangen sowie dem Ernst-Klett-Verlag. 

Kommunikation klappte problemlos

Insgesamt zwölf französische Lektoren fahren durch ganz Deutschland, um Schüler für die französische Sprache zu begeistern. Gava sprach die gesamten 45 Minuten ausschließlich Französisch. Obwohl die Schüler selbst keine oder nur wenige Kenntnisse besitzen, klappte die Kommunikation problemlos. Die 30-Jährige unterstrich ihre Worte mit erklärenden Gesten und Requisiten. „Ich hätte gerne noch eine weitere Stunde gemacht“, sagte die 13-jährige Alica Sabitova.

„Französisch ist nicht so schwer, wie man denkt und eine wichtige Sprache, die weltweit gesprochen wird“, erklärt Gava, die von der französisch-polynesischen Insel Tahiti stammt. Der Unterricht in der Schule sei sehr wichtig, damit man die Grammatik richtig lernt. „Sie gehört bei jeder Sprache dazu. Ich selbst habe Deutsch nur durchs Sprechen gelernt, deswegen ist meine Grammatik nicht so gut“, schilderte die 30-Jährige.

„Den sechsten Klassen soll die Aktion insbesondere bei der Wahl der zweiten Fremdsprache helfen“, berichtete Silke Bárcenas, Fremdsprachenlehrerin und Leiterin des Gymnasialzweiges. Den siebten Klassen, die bereits Französischunterricht haben, soll ein Motivationsschub für dessen Weiterführung gegeben werden. In Hessen sei allgemein eine Tendenz zu beobachten, dass Schüler sich oft gegen die zweite Fremdsprache entscheiden, weil sie lernintensiv ist, so Bárcenas.

„Wir hätten gerne noch weitere Klassen mitgenommen. Das Angebot ist begrenzt, da mussten wir uns leider entscheiden“, erklärte sie. Neben France-Mobil wurde den sechsten Klassen außerdem ein Schnupperunterricht in Latein von Lehrer Michael Czelinski Uesbeck angeboten.

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