Bad Sooden-Allendorf: Neue Halfpipe für Skater

Halbröhre bereichert Skater-Anlage in Bad Sooden-Allendorf

Arbeiten Hand in Hand: Lena Billo mit ihren Söhnen Max und Oskar (4); im Hintergrund ist die Halfpipe zu sehen.
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Arbeiten Hand in Hand: Lena Billo mit ihren Söhnen Max und Oskar (4); im Hintergrund ist die Halfpipe zu sehen.

Mit Schraubenschlüssel und Schraubenzieher werkeln Max (8) und seine Mama an einem Sportgerät in Bad Sooden-Allendorf. Es ist den Kindern so wichtig, dass sie selbst anpacken.

Bad Sooden-Allendorf – Dabei handelt es sich um eine Halfpipe genannte Halbröhre, die als neue Attraktion die Skateanlage nahe den Bruchteichen in Bad Sooden-Allendorf bereichert.

Auf ein halbes Dutzend freiwillige Helfer können sich Johannes Hemann und seine Frau Lena Billo verlassen, die seit über einer Woche dabei sind, die Anlage zu vervollständigen und damit nicht nur ihren, sondern auch anderen Kindern und Jugendlichen einen Herzenswunsch erfüllen.

Wäre es nach Max gegangen, hätte die Halfpipe im eigenen Garten stehen sollen. Das kam jedoch schon deswegen nicht infrage, weil die Familie in einem denkmalgeschützten Haus wohnt. Diese Kombination hätte sich nicht vertragen.

Die Halbröhre mit Podesten an beiden Seiten hat immerhin eine stattliche Höhe von 3,22 Metern, ist 4,50 Meter breit und zwölf Meter lang. Das Gerät, das lange Zeit ungenutzt in einer Scheune in Ermschwerd stand, hatte die Familie zu einem günstigen Preis in einem Paket erworben, zu dem außerdem eine Quarterpipe und zwei Wellen gehören.

Männer des städtischen Bauhofes hatten dankenswerterweise die schweren Teile in zwei Fuhren von dem Witzenhäuser Stadtteil aus nach Bad Sooden-Allendorf transportiert. Bis alles fix und fertig ist, werden nach Schätzungen von Lena Billo mindestens noch zwei Wochen vergehen. Und dann heißt es Warten auf die Sachverständigen des TÜV, die vor der Inbetriebnahme grünes Licht geben müssen.

Am Ende werden Kosten von voraussichtlich rund 10 000 Euro aufgelaufen sein. Bis jetzt sind aber erst Spenden im unteren vierstelligen Euro-Bereich zusammengekommen.

Die Kreisjugendförderung, so Billo, habe 1500 Euro zugesagt. Spenden signalisiert hätten außerdem örtliche Firmen sowie Arbeiterwohlfahrt und der Jugendrat der Stadt. Mit der VR-Bank sei überdies ein Modell vereinbart, wonach für jede Spende bis zu einer Höhe von 50 Euro das Geldinstitut denselben Betrag zuschieße. Billo: „Wir sind zuversichtlich, dass wir in die Nähe der Summe kommen, die wir benötigen.“

Dank sagt sie auch der Stadt, die auf dem nur spärlich benutzten Parkplatz den zusätzlich benötigten Raum für die Erweiterung der Skateanlage bereitgestellt hat. (Von Christoph Cortis)

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